Bürgerliche Obsessionen, von Madeleine Meteyer: trügerische Erscheinungen

Bürgerliche Obsessionen, von Madeleine Meteyer: trügerische Erscheinungen
Bürgerliche Obsessionen, von Madeleine Meteyer: trügerische Erscheinungen
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KRITIK – Ein Sprung in unruhiges Fahrwasser unter Jugendlichen aus dem Pariser Großbürgertum. Eine gelungene Gesellschaftsgeschichte.

Der erste Roman ist eine Feuertaufe, während der zweite eine Bestätigung zu sein scheint. Diejenigen, die in der fragilen Welt des Schreibens vorankommen, entgehen dieser Bemerkung der Besorgten oder Neugierigen nicht. Es geht hier nicht darum, die Relevanz der genannten Bemerkung zu beurteilen. Weil es in gewissem Sinne absolut richtig ist. Was die Besorgnis derjenigen betrifft, die es formulieren, so ist es erschreckend weit entfernt von der inneren Aufregung dessen, der wieder zur Feder greift. Nach Der erste Fehler Madeleine Meteyer, die 2021 bei Lattès erschien und gerade neu aufgelegt wurde (Le Livre de Poche), wählte das ganz besondere Genre des Gesellschaftsmärchens mit dem wohlbekannten Titel Bürgerliche Obsessionen. Eine vorgetäuschte Untersuchung rund um eine Vase von unschätzbarem Wert, die an einem Abend gestohlen wurde, an dem Reiche und Adlige Hand in Hand gingen. Auf wen sollte der Verdacht fallen? Auf diejenigen, die nicht von dieser Welt kommen, natürlich. Und hier sind diese unglücklichen Menschen, die in das Schicksal verwickelt sind, das von ein paar kleinen Köpfen, deren Vermutungen siegen, von Grund auf geschaffen wurde …

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