Unter diesen Brücken ist so viel Wasser geflossen

Unter diesen Brücken ist so viel Wasser geflossen
Unter diesen Brücken ist so viel Wasser geflossen
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Zur Feier des zwanzigjährigen Bestehens seiner Agentur (Ingphi) und mit Unterstützung seiner Mitarbeiter hat Philippe Menétrey ein Werk geschaffen, das 64 Brücken über die Rhône und ihre Nebenflüsse in der Schweiz präsentiert. Als Visitenkarte der Agentur, als Geschenk an Mitarbeiter und Kontakte und sogar als Referenzkatalog ist das Buch vor allem eine wunderbare Einführung in das Bauingenieurwesen und eine liebevolle Hommage an ein wertvolles Erbe. Schließlich handelt es sich um ein Buchmanifest. Bestimmte Brücken, erklärt der Autor, seien von wertvollem technischem Interesse und verdienten mehr Bekanntheit: die Gueuroz-Brücke (1931-1934), für die Alexandre Sarrasin zum ersten Mal mit Rüttelbeton experimentierte, das Chillon-Viadukt (Jean-Claude Piguet). , 1966-1968) mit ihren vorgespannten Seilen in Doppelkurven oder die Chandoline-Brücke (Christian Menn, 1989-1991), die mit einem 284 m langen Deck über die Rhône fliegt.

Der Pont de l’Île in Genf, mit dem das Buch beginnt, wurde von den Kelten aus Holz gebaut, 1958 von Julius Cäsar abgerissen und dann bis heute in verschiedenen Formen immer wieder neu aufgebaut. 1874 wurde das Deck von François Hennebique verstärkt. Seitdem wurde sie wieder aufgebaut: Die aktuelle Brücke ist so breit (43 m), dass wir sie nicht einmal mehr vermuten… Die Geschichte dieser Brücke, erklärt Philippe Menétrey, spiegelt das Problem wider, mit dem sich dieses Buch befasst Antwort: „In der Schweiz gibt es rund 400 Brücken über die Rhone und ihre Nebenflüsse; Sie bilden ein riesiges, aber wenig bekanntes Erbe. Ein Erbe, dessen außerordentlicher Wert einerseits in kultureller Hinsicht, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht uns nicht bewusst ist. Dieses Buch richtet sich daher an Ingenieure und Architekten sowie an politische Entscheidungsträger, die sich für dieses Erbe interessieren müssen, um in seinen Erhalt zu investieren. „Wir müssen unbedingt vermeiden, dass wir durch Katastrophen lernen, indem wir unsere Arbeiten pflegen und überwachen“, schließt Philippe Menétrey.

Philippe Menétrey (Hrsg.), Die Schweiz und ihre BrückenIngphi Press, 2024, Vorwort von Eugen Brühwiler

—> Aufträge: buch [at] espazium.ch

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