Mit 58 Jahren wird sie an ihren ersten Spielen teilnehmen

Mit 58 Jahren wird sie an ihren ersten Spielen teilnehmen
Mit 58 Jahren wird sie an ihren ersten Spielen teilnehmen
-

Im Mirandela Center, Portugals internationalem Tischtennis-Trainingszentrum, bleibt Zhiying Zeng nicht unbemerkt. Der Tischtennisspieler ist zweifellos der Älteste im Fitnessstudio. Sie trainiert dort von Montag bis Freitag, drei Stunden am Tag. Und die Chinesisch-Chilenin hat eine gute Ausrede: In zwei Wochen wird sie an ihren ersten Spielen teilnehmen … und gleichzeitig ihren 58. Geburtstag feiern. „Wenn man jung ist, tut nichts weh. Wenn ich heute zu viel spiele, habe ich Schulterschmerzen.“ Sie vertraute dem Mikrofon der englischen Medien The Guardian an.

Covid, lokales Turnier und Qualifikation für die Olympischen Spiele

Seine Teilnahme im chilenischen Team war unerwartet. 1986 gab sie alle Hoffnung auf einen olympischen Traum auf, indem sie die chinesische Auswahl verließ. Im Alter von 20 Jahren verließ sie das Land, um sich im Norden Chiles niederzulassen, wo sie heute ihr Möbelgeschäft betreibt.

LESEN SIE AUCH. Von 15 bis 50 Jahren … Beim Skateboarden setzt das britische Team auf die Mehrgenerationenkarte

Niemand hatte damit gerechnet, und doch qualifizierte sich Zeng 38 Jahre später für die Spiele, indem er bei einem internationalen Turnier unter den besten Acht landete. Dafür verdankt sie die Covid-19-Pandemie. Die zu Hause eingesperrte Sportlerin kaufte eine Tischtennisplatte und übte stundenlang alleine. Einige Monate später nahm die Mutter aus Spaß an lokalen Turnieren teil, die sie problemlos gewann. Aber dabei blieb es nicht. Im Jahr 2023 belegte die Spielerin den ersten Platz in der nationalen Frauenwertung und sicherte sich ihr Ticket nach Paris. „Niemand konnte es glauben, ich wusste nicht einmal, dass es möglich ist“ erinnerte sich der Fünfzigjährige.

LESEN SIE AUCH. Zwischen ihnen liegen 25 Jahre, sie werden aber im Bremsen um die gleiche Medaille kämpfen

Seitdem folgt ihr ihre ganze Familie, zur größten Freude der Sportlerin: „Danach dachte mein Sohn nur noch an Tischtennis und spielte nie wieder Videospiele … Seine Persönlichkeit veränderte sich. Sport gibt Selbstvertrauen. Der Beweis: Ich werde mit 58 meinen Teenagertraum wahr werden lassen. »

-

PREV Dieser neue Ausbruch des Virus gibt Anlass zur Sorge, da die Olympischen Spiele in Paris näher rückten
NEXT „Jeden zu testen ist nicht das Beste“ – Libération