als die Sterne ihre Masken abnahmen

als die Sterne ihre Masken abnahmen
als die Sterne ihre Masken abnahmen
-

Agathe Godard kann sich eines vom Schriftsteller Raymond Queneau maßgeschneiderten Pseudonyms und Künstlernamens rühmen. Sie entkam der tödlichen Langeweile eines Dorfes in Berry, wo ihr Apothekervater es nie schaffte, sie zu zähmen, selbst mit der Hundeleine, und sie hasste es immer, zu schlafen. Bevor sie in ihren Panther-Miniröcken und 12-Zentimeter-Absätzen in den Abend ging, spielte sie Poker mit den Fotografen von Paris Match in den historischen Redaktionsräumen in der Rue Pierre-Charron, nur einen Steinwurf von den Champs-Élysées entfernt.

Der Rest nach dieser Anzeige

Die Nacht, „die Echte, unbeschwert, extravagant, leicht und ungezügelt“

Nach ihrem Debüt bei der Zeitung „20 ans“, einer Bibel für Mädchen der Mai-68-Generation, hatte sie 1978 einen sensationellen Auftritt am Arm des „Boss“ Daniel Filipacchi. „Vergiss das nicht.“ „Die Zukunft gehört denen, die spät aufstehen“, riet er ihr. Dieser „Barfuß-Job“, wie sein Vater sagte, entspricht unter anderem seinem Wunsch nach Freiheit. Bei Régine oder Castel, von Bains-Douches bis zum Fabrice-Palast, erlebte Agathe die Nacht, „die Echte, unbeschwert, extravagant, leicht und ungezügelt“.

Als Paris in einer Visconti-würdigen Umgebung mit New York konkurrierte. Wenn man weder gut geboren noch reich noch bekannt sei, seien eine Einstellung, ein Aussehen, ein Benehmen, sagte sie, die „weißen Referenzen“, um einer zu sein. Die Journalistin perfektioniert ihre Outfits in den Sexshops von Pigalle und zieht junge Mädchen aus guten Familien mit, die inzwischen zu Priesterinnen der Mode und des Feierns geworden sind.

Grace Jones flattert oben ohne, Amanda Lear fasziniert, Sagan verirrt sich

Unter dem Sternenhimmel fälschte sie ein konkretes Adressbuch, kreuzte alle Banden, die von Lagerfeld, von Bergé und Saint Laurent, von Chazot und Mourousi… Grace Jones flattert oben ohne, Amanda Lear fasziniert, Sagan verliert sich und die Monegassin Prinzessinnen haben Spaß …

In der Rubrik „Menschen“ erzählt Agathe Godard von den Anfängen der von Jean-Marie Rivière ins Leben gerufenen Transvestiten-Burlesque-Shows. Im Privilège speist sie allein mit Warhol. Auf die Ecke des Tisches kritzelt die Pop-Art-Ikone einen Löwenkopf, sein Sternzeichen, und reicht ihn ihm.

-

PREV Loana erneut ins Krankenhaus: Der Loft Story-Star wurde angeblich in einer Wohnung in Nizza angegriffen und entführt
NEXT Ein packender Thriller vor dem Hintergrund einer Verschwörung innerhalb europäischer Institutionen: Treffen mit dem Team von Une Affaire de Principle – Actus Ciné