Hélène Grimaud Leistung 3 – Le Temps

Hélène Grimaud Leistung 3 – Le Temps
Hélène Grimaud Leistung 3 – Le Temps
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Ein Wunder geschieht nicht noch einmal, man zittert, wenn man eine so großartige Erinnerung verunreinigt.

Kennen Sie Emilie Mayer?

Dieses dritte Konzert von Hélène Grimauds Gstaader „Mini-Residenz“ ist auch eine Gelegenheit, eine der weiblichen Perlen des romantischen Deutschlands, Emilie Mayer, etwas näher kennenzulernen, deren Kammerorchester Basel sich entschieden hat, dort zu präsentieren Fünfte Symphonie auf der Bühne des Festzeltes. Eine kleine biografische Nachholstunde. -Berlin! In der sehr musikbegeisterten preußischen Stadt, die bald zur Reichshauptstadt werden sollte, lebte Emilie Mayer – der seine Musikausbildung bei Carl Loewe in Stettin, dann bei Adolf Bernhard Marx und Wilhelm Wieprecht absolvierte, bevor er beschloss, sein ganzes Leben der Musik zu widmen – beschloss, sein Schiff anzulegen und so im Laufe der Zeit ein wahres „Haus der Künstler“ zu schaffen, in dem die größten Köpfe der Zeit zusammenkamen. Dort komponierte sie den Großteil ihrer Musik: Zwischen 1851 und 1862 entstanden sechs Symphonien, darunter die Fünfte Das Werk in f-Moll, das uns hier interessiert, behauptet immer mehr seine klassische Identität, bis es ihm den Spitznamen (notwendigerweise reduzierend) „Beethoven im Weiblichen“ gibt. Geschaffen im April 1862 in der Liebigschen Kapelle in Berlin Fünfte erschien 2005 bei Furore in Kassel von Cornelia Bartsch und Cordula Heymann-Wentzel im Rahmen eines Forschungsprojekts für Komponistinnen. Während die meisten Wörterbücher (vor allem außerhalb Deutschlands) es bis vor Kurzem völlig ignorierten – erst seit den 1980er-Jahren „wiederbelebt“ es, insbesondere dank der Pionierarbeit der Verlage Furore und Ries & Erler –, genoss Emilie Mayer eine bemerkenswerte Aura zu ihren Lebzeiten, ihre erste Bekanntmachung erhielt sie bereits im Jahr 1860 Kleines Tonkünstlerlexikon von Paul Frank und seine Werke wurden in Brüssel, München, Budapest, Leipzig, Dessau und bis nach Lyon aufgeführt. Sie starb am 10. April 1883 an einer Lungenentzündung und wurde unweit von Felix Mendelssohn und seiner Schwester Fanny Hensel auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof in Berlin beigesetzt… ein schönes Symbol!

Emilie Mayer, deren Kammerorchester Basel sich entschieden hat, die Fünfte Symphonie auf der Bühne des Festzeltes zu enthüllen. — © DR

11.8 Erwägungsgrund

Beethoven: Sonate Nr. 30

Brahms: Fantasien op. 116, Intermezzi op. 117

Bach/Busoni: Chaconne

13.8 Konstantin Krimmel

„Daumer-Lieder“ von Brahms

Silvestrov-Melodien

18.8 Kammerorchester Basel

Beethoven: Konzert Nr. 4

Emilie Mayer: Symphonie Nr. 5

gstaadmenuhinfestival.ch
68. Ausgabe vom 12. Juli bis 31. August 2024

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