„Goodbye Julia“, eine sudanesische und universelle Moralgeschichte

„Goodbye Julia“, eine sudanesische und universelle Moralgeschichte
„Goodbye Julia“, eine sudanesische und universelle Moralgeschichte
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Veröffentlicht am 28. Mai 2024 um 20:40 Uhr. / Geändert am 28. Mai 2024 um 20:45 Uhr

Mit Bildern und Geschichten aus weniger populären Ländern lässt sich immer Gewinn machen: Das ist sozusagen das Motto des Verleihers Trigon-film, der sich seit drei Jahrzehnten darum bemüht, kein „schwarzes Loch“ auf seiner Weltkarte zu hinterlassen. Im Jahr 2020 gelang es letzterem dank der großartigen Leistungen endlich, den Sudan hervorzuheben Du wirst mit 20 sterben von Amjad Abu Alala. Und hier bietet er uns bereits das ganz Andere Auf Wiedersehen Julia von Mohamed Kordofani, der erste sudanesische Film, der in die offizielle Cannes-Auswahl aufgenommen wurde (Un Certain Regard, 2023). Eine Geschichte, die so urban und realistisch war wie die andere, ländlich und poetisch, aber auf ihre Art nicht weniger gültig.

Nach dem Übergang von der britischen Kolonisierung zur Diktatur, nicht zu vergessen mehrere Bürgerkriege, von denen der letzte derzeit tobt, hatte das vor seiner Teilung im Jahr 2011 größte Land Afrikas fast nichts hervorgebracht, worüber sich die Welt zu erzählen hätte! Nur ein kurzes revolutionäres Zwischenspiel ermöglichte den Auftritt einer Handvoll vielversprechender Filmemacher. Damit ist auch die Lücke dazwischen gemeint Khartum, Anglo-Hollywood-Blockbuster, der 1966 in Ägypten gedreht wurde (aber sich auf historische Fakten vom Ende des 19. Jahrhunderts bezieht) und das hier Auf Wiedersehen Julia das endlich das heutige Khartum zeigt. Oder besser gesagt gestern, denn auch dies ist eine Rückkehr in die Vergangenheit, wenn auch noch junge Zeit: die Zeit relativen Friedens, die zur Trennung zwischen einem muslimischen Norden und einem christlichen Süden führte.

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