Mehr als 30 Jahre lang kleidete sie die größten französischen Stars ein: Sylvie Vartan, France Gall, Mylène Farmer, aber insbesondere Johnny Hallyday. Heute hat sich Nelly Giraud, inzwischen im Ruhestand, für ein friedlicheres Leben entschieden. Sie arbeitet ehrenamtlich in einem Secondhand-Laden in Cantal.
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In Vic-sur-Cère, im Cantal, blättert Nelly Giraud mit der Nase in ihren Erinnerungen durch mehr als 30 Jahre Strass und Pailletten. Auf den Fotos ist die Näherin nie weit von Johnny Hallyday entfernt, immer bereit für eine Last-Minute-Änderung. Nelly Giraud, Johnnys ehemalige Einkleidefrau, sagt: „Er hatte immer seine Gitanes ohne Filter, seine Wasserflasche und sein Handtuch dabei, bevor er auf die Bühne ging. Johnny war ein Freund, ein Bruder. Wir haben nicht miteinander geredet. Wir haben durch unsere Augen kommuniziert. Wir haben uns verstanden“.
Bevor Nelly Giraud ihr Leben der Seite der größten französischen Stars widmete, arbeitete sie für Haute-Couture-Häuser wie Chanel und Givenchy. Doch 1969 traf sie jemanden, der Johnny nahestand, der ihr zunächst vorschlug, für Sylvie Vartan zu arbeiten. Nelly erklärt: „Ich hatte vor, dies nur einen Monat lang zu tun und dann zu Givenchy zurückzukehren. Endlich ließ ich alles los“.
Freiwilligenarbeit nach dem Glitzer
Fernab der Welt des Showbusiness ist Nelly ihrer lebenslangen Leidenschaft treu geblieben. Sie engagierte sich ehrenamtlich für einen Gebrauchtwarenladen in Cantal. Johnnys ehemalige Kommode ist an Luxuskleidung gewöhnt und freut sich, mit gewöhnlicheren Materialien zu arbeiten. Darin heißt es: „Ich kann alles nähen: Leder, Mützen. Was auch immer zur Hand ist, ich mache es“.
Dominique beschäftigt sich nicht mit Nähen, sondern mit dem Verkauf. Der Freiwillige bewundert Nellys Reise. Dominique Ciria unterstreicht: „Sie hat mir ihre Geschichte erzählt, die faszinierend ist“. Von 1990 bis zu Johnnys letzter Tour verließ Nelly nie die Seite des Sängers.