„Es gibt nichts Neues“, war George Lucas von Star Wars 7 enttäuscht und er hat guten Grund dazu

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Kulturnachrichten „Es gibt nichts Neues“, war George Lucas von Star Wars 7 enttäuscht und er hat guten Grund dazu

Veröffentlicht am 21.05.2024 um 05:25

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Als „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ im Jahr 2015 in die Kinos kam, markierte es den Beginn einer neuen Ära für eines der legendärsten Franchises der Filmgeschichte. Allerdings waren nicht alle von dieser galaktischen Wiederbelebung begeistert. George Lucas, der visionäre Schöpfer der Star Wars-Saga, drückte seine Enttäuschung über den Film aus und sagte, dass er nichts Neues bringe. Aber warum empfand Lucas so und was sind die Gründe für seine Unzufriedenheit?

Zusammenfassung

  • Versäumnis, innovativ zu sein
  • Eine andere Herangehensweise an das Geschichtenerzählen
  • Disneys Management des Franchise
  • Tiefe der Charaktere und Themen
  • Das Erbe des Prequels

Versäumnis, innovativ zu sein

George Lucas ist für seinen ständigen Wunsch nach Innovation bekannt. Als er 1977 „Star Wars“ schuf, revolutionierte er nicht nur die Spezialeffekte, sondern definierte auch das Genre der Science-Fiction im Kino neu. Für Lucas musste jede Episode der Saga die Grenzen der Technologie und des filmischen Geschichtenerzählens überschreiten. „Das Erwachen der Macht“ unter der Regie von JJ Abrams war zwar ein unbestreitbarer kommerzieller Erfolg, wurde jedoch wegen seines Mangels an Kreativität und Originalität kritisiert. Lucas wies darauf hin, dass der Film zu sehr dem „Eine neue Hoffnung“ von 1977 ähnelte und auf nostalgische Elemente setzte, anstatt etwas wirklich Neues zu bieten.


Eine andere Herangehensweise an das Geschichtenerzählen

Lucas war schon immer ein ehrgeiziger Geschichtenerzähler, der komplexe Themen erforschen und das Star Wars-Universum erweitern wollte. Die Vorgänger waren zwar kontrovers, führten aber neue Planeten, neue Charaktere und tiefgreifende politische Intrigen ein. Im Vergleich dazu betrachtete Lucas „Das Erwachen der Macht“ eher als Retrospektive denn als Fortsetzung. Das Vertrauen auf bekannte Elemente, wie die Zerstörung einer Superwaffe vom Typ Todesstern und die Wiedereinführung ikonischer Charaktere, wurde von Lucas als erzählerischer Rückschritt angesehen.


Disneys Management des Franchise

Als Lucas Lucasfilm 2012 an Disney verkaufte, hoffte er, dass das neue Management seine ursprüngliche Vision weiterhin respektieren und erweitern und gleichzeitig neue Ideen einbringen würde. Er äußerte jedoch seine Frustration über die Richtung, die Disney eingeschlagen hatte, und war der Ansicht, dass sich das Unternehmen nicht ausreichend für Innovationen und die Erkundung neuer Wege engagiert habe. „Sie wollten einen Film für die Fans machen“, sagte er und deutete an, dass Disneys Ansatz eher kommerziell als kreativ sei.


Tiefe der Charaktere und Themen

Ein weiterer Aspekt von Lucas‘ Enttäuschung liegt in der Behandlung der Charaktere und Themen. In Lucas‘ Filmen hatten sogar Nebencharaktere bedeutungsvolle Handlungsstränge, und Themen wie Politik, Philosophie und Moral waren allgegenwärtig. „Das Erwachen der Macht“ wurde für seinen Mangel an thematischer Tiefe und dafür kritisiert, dass seine Charaktere manchmal eher als Nachbildungen denn als Innovationen wahrgenommen werden. Dem Film wurde vorgeworfen, keine erzählerischen Risiken einzugehen und Inhalte darauf abzustellen, die bestehende Fangemeinde zufrieden zu stellen, ohne tiefere Fragen zu untersuchen.


Das Erbe des Prequels

Obwohl Lucas‘ Prequels auf gemischte Reaktionen stießen, wurden sie für ihren Ehrgeiz und ihre Innovationskraft anerkannt. Filme wie „The Phantom Menace“ stellten innovative Konzepte wie die Politik der Galaktischen Republik und die Ursprünge von Darth Vader vor. Im Gegensatz dazu schien „Das Erwachen der Macht“ auf Nummer sicher zu gehen und zu bewährten Formeln zurückzukehren, anstatt Experimente zu riskieren. Für Lucas war dies ein Mangel an künstlerischem Mut.

Die Enttäuschung von George Lucas über „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ ist verständlich, wenn man sein Engagement für Innovation und ambitioniertes Geschichtenerzählen bedenkt. Für Lucas war Star Wars schon immer mehr als nur eine Weltraumsaga; Es war ein Ort für filmische und erzählerische Experimente. Seine Unzufriedenheit liegt darin begründet, dass es Episode VII nicht gelungen ist, diese Tradition des Wagemuts und der Kreativität aufrechtzuerhalten, sondern lieber auf nostalgische und vertraute Elemente setzt. Letztlich hat Lucas allen Grund zur Enttäuschung, denn für ihn geht es bei „Star Wars“ darum, die Grenzen des Möglichen zu verschieben – ein Geist, der seiner Meinung nach in dieser Neuauflage etwas verloren gegangen ist.

Zur Erinnerung: Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht ist auf der SVOD-Plattform Disney+ verfügbar.

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