Wie der Krieg in der Ukraine die Granatenproduktion bei Forges de Tarbes ankurbelt

Wie der Krieg in der Ukraine die Granatenproduktion bei Forges de Tarbes ankurbelt
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Als im Jahr 2021 der Industriekonzern Europlasma, bekannt für seine Technologie zur Endabfallbehandlung mittels Plasmabrennertechnologie, Forges de Tarbes übernahm, waren noch 18 Mitarbeiter beschäftigt. Der Standort hatte bis zu 3.000 Mitarbeiter, aber…

Als im Jahr 2021 der Industriekonzern Europlasma, bekannt für seine Technologie zur Endabfallbehandlung mittels Plasmabrennertechnologie, Forges de Tarbes übernahm, waren noch 18 Mitarbeiter beschäftigt. Der Standort hatte bis zu 3.000 Mitarbeiter, doch sein einzigartiges Know-how, nämlich die Herstellung von 155-Millimeter-Schalenkarosserien, interessierte offenbar nicht mehr viele Menschen.


Jérôme Garnache Creuillot, Präsident von Europlasma, und das Managementteam von Forges de Tarbes lernen durch harte Arbeit die Kriegswirtschaft kennen.

Archiv Philippe Salvat/SO

Mit dem Kauf dieser Fabrik wollte Europlasma die Produktion von Stahlteilen für seine Plasmabrenner verinnerlichen. Am 24. Februar 2022 rückten die Offensive Russlands gegen die Ukraine und die europäischen Entscheidungen, Kiew mit Rüstungsgütern zu unterstützen, sowie das Bewusstsein Europas für eine notwendige Aufstockung der Verteidigungsmittel die Schmieden von Tarbes in den Mittelpunkt militärischer Strategien.

So ist die damals fast unbedeutende Produktion zu einem Schlüsselelement bei der Verteidigung Frankreichs, Europas und der Ukraine geworden.

Die nötige Beschleunigung des Tempos

Die Schmieden müssen nun bis 2026 ihre jährliche Produktion von 35.000 Stück auf 200.000 Stück steigern. Eine Entwicklung, die vom Staat genau überwacht wird. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Generaldirektion Rüstung und der Industrielle KNDS (ein Zusammenschluss von Nexter und Krauss-Maffei Wegmann), der Hauptkunde der Forges, einen Investitionsplan von 12 Millionen über drei Jahre validiert.

Ein Tempo, von dem die Gruppe versichert, dass sie es beibehalten kann, auch wenn sie ihre Schmiede für ein paar Wochen eingestellt hat. „Wir haben es gemacht, weil wir Lagerprobleme hatten, weil die gesamte französische Rüstungsindustrie unter Druck steht und unser Kunde KNDS derzeit nicht mehr als 30.000 Granatenkörper aufnehmen kann. Keine Sorge, mit unserem aktuellen Alterungsgerät können wir mindestens 100.000 Muscheln pro Jahr produzieren“, versichert Jérôme Garnache-Creuillot.

Les Forges de Tarbes beschäftigt mittlerweile 60 Mitarbeiter. Die Auftragsbücher sind drei Jahre lang gefüllt und sorgen mittlerweile für den Großteil des Jahresumsatzes der Gruppe (14,5 Millionen Euro im Jahr 2022).

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