Zehnprozentiger Anstieg des Automobilmarktes im April

Zehnprozentiger Anstieg des Automobilmarktes im April
Zehnprozentiger Anstieg des Automobilmarktes im April
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Bern (ots)

Trotz der aktuell schwachen Konjunktur wuchs der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein im April um 10,4 %. Insgesamt wurden 20.040 Neuzulassungen registriert, verglichen mit 18.150 im Vorjahresmonat, der allerdings noch von Lieferschwierigkeiten und Teileknappheit geprägt war. Nach dem besten Monat April auf dem Schweizer Automobilmarkt seit 2021 ist die kumulierte Zahl der Neuwagenzahlen seit Jahresbeginn wieder positiv: Die 77.264 Erstinverkehrbringungen von Personenwagen entsprechen einem leichten Plus von 0,4 % im Vergleich zum ersten Quartal 2023. Mit Hybridantrieben als treibender Kraft wachsen alternative Antriebe weiter und stellen trotz der anhaltenden Kaufzurückhaltung bei Elektroautos nach vier Monaten bereits 57,9 % des Marktes.

Die Aufteilung nach Motortypen bei neuen Personenwagen von Januar bis April lässt sich recht einfach beschreiben, sagt auto-suisse-Sprecher Christoph Wolnik: „Trotz Verlusten bleibt der Benziner mit fast einem Drittel Marktanteil Marktführer, dicht gefolgt von.“ Plug-in-Hybridmotoren, die Fortschritte gemacht haben und ebenfalls ein knappes Drittel erreicht haben, machen seit Jahresbeginn gut ein Viertel der Neuzulassungen aus. Die restlichen zehn Prozent sind Diesel. Letztere haben ihre Nische gefunden und stellen ein Zehntel des Marktes, so Wolnik weiter: „Wir sehen sogar einen leichten Anstieg der Zulassungen von 4 % Ende April.“

Bei Elektroautos stagnieren die Neuzulassungen. Mit 13.603 neuen Elektrofahrzeugen (-22 bzw. 0,2 %) und einem Marktanteil von 17,6 % nach vier Monaten liegen die Zahlen sogar leicht unter dem Vorjahreszeitraum – eine ungewöhnliche Situation nach Jahren konstanten Wachstums in der Elektromobilität. „Bei der Wahl des richtigen Antriebs für ein neues Fahrzeug sind Schweizer mit großer Unsicherheit konfrontiert. Deshalb verzichten derzeit viele Privatkunden ganz auf ein neues Auto und nutzen ihr bisheriges Auto weiter. Und unter denen, die sich für den Kauf eines Autos entscheiden.“ Auch die Preiserhöhungen auf dem von öffentlichen Unternehmen dominierten Strommarkt motivieren nicht zum Kauf von Plug-in-Fahrzeugen.

Das Elektrizitätsgesetz, eine wesentliche Grundlage für die Elektromobilität

Gemäss dem letztjährigen „Mobilitätsbarometer“ von auto-suisse stellt der Strommangel ein Hindernis für den Kauf eines Elektrofahrzeugs dar. Mehr als drei Viertel der Befragten hielten diesen Punkt für relevant für den Verzicht auf ein Elektroauto. „Umso wichtiger ist ein Ja zum Stromgesetz am 9. Juni“, betont der Präsident von auto-suisse, Peter Grünenfelder. „Die Transformation des Individual- und Berufsverkehrs hin zur Elektromobilität wird ohne Versorgungssicherheit mit Strom nicht möglich sein.“ Ein einfacher Zugang zur Ladeinfrastruktur – zu Hause, unterwegs und am Arbeitsplatz – sowie die Sicherheit der Stromversorgung seien für den weiteren Ausbau der Elektromobilität unerlässlich, sagt Peter Grünenfelder: „Die Abstimmung über das Stromgesetz am 9. Juni wird daher entscheidend sein.“ wichtige Meilensteine, um die Elektromobilität voranzutreiben und die Grundlagen für die Elektrifizierung des Verkehrs zu schaffen.“

Detaillierte Zahlen nach Marken finden Sie unter www.auto.swiss. Die Einschätzungen von Auto-suisse basieren auf eidgenössischen Erhebungen; die Daten können provisorisch und nicht final sein.

Kontakt:

Christopher Wolnik
Stellvertretender Direktor / Sprecher
T 079 882 99 13
[email protected]

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