Deutschland: Demonstranten versuchen, Teslas „Gigafactory“ zu stürmen

Deutschland: Demonstranten versuchen, Teslas „Gigafactory“ zu stürmen
Deutschland: Demonstranten versuchen, Teslas „Gigafactory“ zu stürmen
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Mehrere kleine Gruppen von Umweltdemonstranten hätten am Freitag versucht, in die Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin einzudringen, die Elektroautos produziert, doch die Polizei habe sie zurückgedrängt, sagte diese.

Aktivisten protestieren gegen Teslas Ausbaupläne Fabrik seit 2022 in Grünheide gegründet, einer Kleinstadt etwa dreißig Kilometer südöstlich der deutschen Hauptstadt. Ein Polizeisprecher berichtete der Nachrichtenagentur AFP von Verletzten in den Reihen der Demonstranten und bei der Polizei, ohne diese beziffern zu können.

Die Demonstranten stammen aus einem Kollektiv von Umweltschutzverbänden, darunter Extinction Rebellion, Nabu und Robin des Bois. Am Mittwoch begannen sie ein langes Aktionswochenende, bei dem sie insbesondere ein Lager unweit der Fabrik errichteten. Das Kollektiv „Disrupt Tesla“ gab an, am Freitag mehr als 1.000 Menschen zusammengebracht zu haben.

Seit Februar Umweltaktivisten rebellieren regelmäßig gegen das Erweiterungsprojekt aus der Tesla-Fabrik. Sie fordern Sicherheit der „Wasserversorgung“ und „echten Klimaschutz“ und protestieren gegen Elon Musks „falsche kapitalistische Lösungen“. Der amerikanische Milliardär will das Werk in Grünheide um 170 Hektar erweitern, um die Produktion zu verdoppeln und eine Million Elektrofahrzeuge pro Jahr zu erreichen.

Diese „Gigafactory“, Teslas einzige in Europa, umfasst bereits rund 300 Hektar, auf der rund 12.000 Menschen arbeiten. Daraus entsteht das „Model Y“, Teslas Flaggschiff-SUV für den europäischen Markt. Das Projekt hat Umweltschützer und Anwohner verärgert, die sich Sorgen um den umliegenden Wald und den Grundwasserspiegel oder sogar um eine Zunahme des Straßenverkehrs machen Region Ein lokales Referendum wurde mit 60 % abgelehnt, allerdings nur zu Beratungszwecken.

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