Starlink-Dienst in Westafrika von Piraten blockiert, Ghana und Nigeria jedoch nicht betroffen

Starlink-Dienst in Westafrika von Piraten blockiert, Ghana und Nigeria jedoch nicht betroffen
Starlink-Dienst in Westafrika von Piraten blockiert, Ghana und Nigeria jedoch nicht betroffen
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Elon Musks Ambitionen für Starlink, den Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet über eine Satellitenflotte in niedriger Umlaufbahn zu revolutionieren, stoßen bei den Telekommunikationsbehörden in Westafrika auf Widerstand. Obwohl Länder wie Ruanda, Benin, Kenia und Nigeria bereits Partnerschaften mit Starlink unterzeichnet haben, drohen andere Länder wie die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Mali mit Sanktionen gegen Nutzer dieses Dienstes, der ihrer Ansicht nach derzeit keiner Regulierung unterliegt.

Die Regulierungsbehörden für Telekommunikation in diesen Ländern verurteilen den „illegalen“ Import, Verkauf und Einsatz von Starlink-Kits in ihrem Hoheitsgebiet. Für die Täter werden strafrechtliche Verfolgung und hohe Geldstrafen genannt. Auch die Aufsichtsbehörden im Tschad und Niger haben ähnliche Warnungen herausgegeben.

Trotz der Begeisterung, die durch den Einsatz von Starlink-Kits in Benin und Nigeria hervorgerufen wurde und große lokale Wiederverkäufer diese Kits verkaufen, sehen die Behörden dieses Phänomen düster. Ihr Hauptanliegen liegt in der Steuerhinterziehung und dem unlauteren Wettbewerb mit zugelassenen Spielern. Darüber hinaus befürchten sie, dass diese Technologie Sicherheitsprobleme mit sich bringen und möglicherweise das Vorgehen bewaffneter Terrorgruppen begünstigen könnte, wie es in einer Mitteilung des Ministerrats in Mali heißt.

Allerdings scheinen sich Öffnungen abzuzeichnen. Die malischen Behörden erklärten, sie seien bereit, mit offiziellen Gesprächspartnern die Machbarkeit einer legalen Nutzung dieser Technologie zu prüfen. Ebenso führte der nigerianische Telekommunikationsminister kürzlich während einer Reise nach Barcelona Gespräche mit Starlink-Beamten.

Nachdem Ghana vor drei Monaten Starlink auf seinem Territorium für illegal erklärt hatte, erwägt es nun die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Internetdienstanbieter zur Lösung wiederkehrender Netzwerkprobleme auf seinem Territorium.

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