Commerzbank: Erneuter Optimismus nach außergewöhnlichem 1. Quartal

Commerzbank: Erneuter Optimismus nach außergewöhnlichem 1. Quartal
Commerzbank: Erneuter Optimismus nach außergewöhnlichem 1. Quartal
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Die Commerzbank meldete am Mittwoch den besten Quartalsüberschuss seit mehr als 10 Jahren. Deutschlands zweitgrößte Bank profitierte von den hohen Zinsen und dürfte im laufenden Jahr mehr Einnahmen erzielen als bisher erwartet.

Die zweitgrößte deutsche Bank, die sich nach ihrer Rettung im Jahr 2008 teilweise im Staatsbesitz befindet, bestätigt nach Jahren der Umstrukturierung ihre Rückkehr in die Gewinnzone.

Der Nettogewinn (Gruppenanteil) erreichte Ende März 747 Millionen Euro (732 Millionen Franken), was einer Steigerung von 28,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es übersteigt die 644 Millionen, die der Konsens der von Factset befragten Analysten erwartet.

Der Umsatz belief sich auf 2,74 Milliarden Euro und war vor allem auf den Zinsüberschuss zurückzuführen. Sie stiegen innerhalb eines Jahres um 9,2 % auf 2,13 Milliarden Euro und die Bank geht davon aus, dass sie im Jahresverlauf nun 8,1 Milliarden Euro erreichen werden, statt bisher 7,9 Milliarden.

Dies wird immer noch weniger sein als die 8,4 Milliarden Euro im Jahr 2023, da wir mit dem erwarteten Zinsrückgang in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 rechnen müssen.

Die Provisionseinnahmen wiederum stiegen innerhalb eines Jahres nur um 0,5 %, es wird aber dennoch erwartet, dass sie im Gesamtjahr um 4 % steigen.

Die Kosten gingen im Jahresvergleich um 8 % auf 1,59 Milliarden Euro zurück, was vor allem auf deutlich geringere Zahlungen an den europäischen Bankenabwicklungsfonds zurückzuführen ist, der im vergangenen Jahr voll war.

Die sonstigen Aufwendungen stiegen leicht an, insbesondere aufgrund von Entwicklungskosten bei der polnischen Tochtergesellschaft mBank.

Die Nettorückstellungen für Subprime-Kredite stiegen innerhalb eines Jahres um 8 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro, bleiben aber trotz eines nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfelds moderat.

„Die starke Kundenaktivität und das sehr gute Ergebnis des ersten Quartals bestätigen unseren Anspruch, den Jahresgewinn im Jahr 2024 zu verbessern“, nach dem im Vorjahr erzielten 2,2 Milliarden Euro, kommentierte Vorstandsvorsitzender Manfred Knof in einer Pressemitteilung.


ats, awp, afp

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