Der Hersteller des berühmten Schweizer Messers wird klingenlose Modelle auf den Markt bringen

Der Hersteller des berühmten Schweizer Messers wird klingenlose Modelle auf den Markt bringen
Der Hersteller des berühmten Schweizer Messers wird klingenlose Modelle auf den Markt bringen
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Wir kannten Fleisch ohne Fleisch, Kaffee ohne Koffein, Bier ohne Alkohol oder Käse ohne Milch. Bald werden wir klingenlose Messer auf dem Markt entdecken. Ein Konzept, an dem Victorinox, der Hersteller des berühmten Schweizer Taschenmessers, derzeit arbeitet. Im Interview mit der Zürcher Tageszeitung BlickCEO Carl Elsener gibt an, dass sein Unternehmen derzeit „an klingenlosen Taschenwerkzeugen“ arbeite. Eine Entscheidung, die „durch die zunehmende Regulierung von Messern aufgrund der Gewalt in der Welt“ diktiert wird, versichert er.

Der Victorinox-Chef führt insbesondere das Beispiel bestimmter Märkte an, in denen „die Klinge das Bild einer Waffe widerspiegelt“. Dies ist insbesondere in England oder in bestimmten Ländern der Fall, wo nur Menschen ein Messer tragen dürfen, die es für ihre Arbeit oder einen Spaziergang in der Natur benötigen. „Andererseits ist das Mitführen eines Taschenmessers in der Stadt, wenn wir zur Schule, ins Kino oder zum Einkaufen gehen, stark eingeschränkt“, betont Carl Elsener.

500 Millionen Schweizer Messer weltweit verkauft

Selbstverständlich wird Victorinox auch weiterhin die bewährten Schweizer Messer mit Klinge herstellen. Doch um sein Sortiment zu erweitern und den Vorschriften gerecht zu werden, denkt das Besteckunternehmen auch über weiteres multifunktionales Zubehör nach. „Ich denke zum Beispiel an ein Werkzeug für Radfahrer“, erklärt der CEO des Unternehmens. Wir haben bereits ein speziell für Golfer entwickeltes Werkzeug in unserem Sortiment. Radfahrer brauchen wahrscheinlich ein Spezialwerkzeug, aber nicht unbedingt eine Klinge.“

Seit seiner Gründung im Jahr 1884 hat Victorinox weltweit mehr als 500 Millionen Schweizer Messer verkauft. Mit einem im Jahr 2023 erzielten Umsatz von 424 Millionen Schweizer Franken (432 Millionen Euro) beschäftigt das Unternehmen 2.200 Mitarbeiter, davon 1.200 in der Schweiz.

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