Dedollarisierung, ein großer Witz?

Dedollarisierung, ein großer Witz?
Dedollarisierung, ein großer Witz?
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7:00 Uhr ▪
4
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Luc Jose A.

Die Dedollarisierung, ein wiederkehrendes Konzept in Wirtschaftsdiskussionen, löst eine lebhafte Debatte aus. Während einige diese BRICS-geführte Bewegung als unmittelbare Bedrohung für die Dominanz des US-Dollars betrachten, weisen führende Experten die Idee als unbegründet zurück. In diesem Artikel wird untersucht, warum die Idee der Dedollarisierung nach Ansicht einiger Experten als „großer Witz“ gilt.

BRICS-Entdollarisierungsbewegung: Jeffery Christians Position

Jeffery Christian, ein führender Experte für Gold- und Silbermärkte, bezeichnete die Dedollarisierung kürzlich als „Mythos, Witz und Unsinn“. Ihm zufolge dominiert der US-Dollar weiterhin den internationalen Handel und macht 88 % der weltweiten Transaktionen aus. Der Experte erklärt, dass die Stabilität und Liquidität des Dollars ihn zu einer bevorzugten Währung für globale Transaktionen mache. Er weist darauf hin, dass trotz wachsender Diskussionen über das Konzept der Entdollarisierung die ganze Welt amerikanische Währungen verwendet und „niemand Geld wegwirft“.

Jeffery Christian stellt klar, dass es zwar zu einer Diversifizierung der Devisenbestände der Zentralbanken gekommen sei, dies jedoch „nicht zu Lasten des Dollars gegangen ist und auch nicht zu einer Abkehr vom Dollar geführt hat“. Er untermauert seine Argumente mit Daten, die zeigen, dass Dollar-Transaktionen aufgrund des Vertrauens, das sie bei Investoren und Regierungen erwecken, nach wie vor weithin bevorzugt werden. Versuche, in andere Währungen wie den Yuan oder Kryptowährungen zu diversifizieren, haben seiner Meinung nach kein nennenswertes Ausmaß erreicht, um die Vormachtstellung des Dollars in Frage zu stellen.

Experten von Morgan Stanley engagieren sich

James Lord von Morgan Stanley teilt eine ähnliche Analyse wie Jeffery Christian. Seiner Meinung nach wird das Konzept der Dedollarisierung, das oft mit dem Aufstieg von Kryptowährungen wie Bitcoin in Verbindung gebracht wird, weitgehend überschätzt. Der US-Dollar ist unschlagbar und wird auf lange Sicht die dominierende Währung bleiben. Der Experte betont, dass Anleger in Zeiten der Rezession oder des Rückgangs der globalen Aktienmärkte aufgrund seiner historischen Stabilität lieber auf den Dollar zurückgreifen. Diese Bevorzugung des Dollars stärkt seine zentrale Stellung in der Weltwirtschaft weiter.

Darüber hinaus bekräftigt Lord, dass die Konkurrenten des Dollars wie Yuan und Bitcoin nicht robust genug sind, um mit seiner Vormachtstellung zu konkurrieren. Er erwähnt, dass die Volatilität von Kryptowährungen ihren Nutzen als stabiler Wertaufbewahrungsmittel einschränkt. Beispielsweise wird eine Kryptowährung, deren Wert schnell steigt, häufig eher zur Wertsteigerung als für alltägliche Transaktionen gehalten. David Adams von Morgan Stanley weist darauf hin, dass das beste Ergebnis für eine dominierende Währung Stabilität ist, eine Eigenschaft, die der Dollar weiterhin aufweist.

Experten gehen daher davon aus, dass der Dollar seine Stärkeposition beibehalten wird. Diesen Experten zufolge bleibt der Dollar dank seiner Stabilität und historischen Zuverlässigkeit trotz Diskussionen über die Entdollarisierung und trotz zahlreicher BRICS-Initiativen die dominierende Währung und wird dies auch auf lange Sicht bleiben.

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Luc Jose A.

Als Absolvent der Sciences Po Toulouse und Inhaber einer Blockchain-Berater-Zertifizierung von Alyra schloss ich mich 2019 dem Cointribune-Abenteuer an. Überzeugt vom Potenzial der Blockchain, viele Sektoren der Wirtschaft zu verändern, nahm ich die Verpflichtung auf, das Bewusstsein zu schärfen und die Öffentlichkeit zu informieren Öffentlichkeit über dieses sich ständig weiterentwickelnde Ökosystem. Mein Ziel ist es, jedem die Möglichkeit zu geben, die Blockchain besser zu verstehen und die Chancen zu nutzen, die sie bietet. Ich bemühe mich jeden Tag, eine objektive Analyse aktueller Ereignisse zu liefern, Markttrends zu entschlüsseln, die neuesten technologischen Innovationen zu vermitteln und die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme dieser anhaltenden Revolution ins rechte Licht zu rücken.

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