Bitte beachten Sie, dass diese Ausstattung ab Juli für Neufahrzeuge Pflicht ist.

Bitte beachten Sie, dass diese Ausstattung ab Juli für Neufahrzeuge Pflicht ist.
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Ab Juli sind acht neue Sicherheitsausrüstungen für alle auf dem europäischen Markt verkauften Neuwagen Pflicht. Diese Spitzentechnologien, die Teil des „Verkehrssicherheitspakets“ der Europäischen Kommission sind, zielen darauf ab, Unfälle zu verhindern und die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer zu schützen.

Ein Arsenal an Technologien für sichereres Fahren

Zu den neuen Geräten gehören:

  1. Warnung vor Schläfrigkeit und Aufmerksamkeitsverlust des Fahrers:
    • Analysiert das Fahrerverhalten (Lenkradbewegungen, Augenzwinkern usw.).
    • Erkennt Anzeichen von Müdigkeit oder Ablenkung und warnt den Fahrer durch akustische und visuelle Signale.
    • Einige Systeme können sogar so weit gehen, dass das Fahrzeug bei drohender Gefahr abgebremst oder angehalten wird.
  2. Automatische Notbremsung (AEB):
    • Erkennt Hindernisse (Fußgänger, Radfahrer, Fahrzeuge) mithilfe von Sensoren und Kameras.
    • Löst automatisch eine Bremsung aus, wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.
    • AEB arbeitet mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und kann Kollisionen vermeiden oder deren Schwere verringern.
  3. Spurverlassenswarnung (LDWS):
    • Erkennt das unfreiwillige Überschreiten einer Fahrspurlinie ohne Blinker.
    • Warnt den Fahrer durch ein akustisches oder haptisches Signal.
    • Einige Systeme können sogar die Flugbahn des Fahrzeugs korrigieren, um es wieder auf die Spur zu bringen.
  4. Intelligentes Geschwindigkeitsanpassungssystem (ISA):
    • Erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen mithilfe einer Kamera und/oder GPS-Daten.
    • Passt die Fahrzeuggeschwindigkeit automatisch an die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung an.
    • Durch Betätigen des Gaspedals kann der Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit dennoch überschreiten.
  5. Spurhalteassistent (LKAS):
    • Hilft dem Fahrer, in der Spur zu bleiben.
    • Korrigiert die Flugbahn des Fahrzeugs bei unbeabsichtigter Abweichung.
    • LKAS arbeitet typischerweise bei Geschwindigkeiten über 60 km/h.
  6. Erkennung des toten Winkels:
    • Überwacht den toten Winkel des Fahrzeugs mithilfe von Radarsensoren.
    • Macht den Fahrer durch ein optisches oder akustisches Signal auf die Anwesenheit eines Fahrzeugs im toten Winkel aufmerksam.
    • Einige Systeme können den Blinker auch deaktivieren, wenn eine Kollision droht.
  7. „Black Box“-Ereignisdatenrekorder (EDR):
    • Zeichnet Fahrdaten vor, während und nach einem Unfall auf.
    • Ermöglicht die Analyse der Unfallursachen und die Verbesserung der Verkehrssicherheit.
    • Zu den aufgezeichneten Daten gehören Geschwindigkeit, Fahrzeugposition, Brems- und Airbag-Nutzung usw.
  8. Vorbereitung für den Einbau einer Alkohol-Wegfahrsperre:
    • Erleichtert den Einbau einer Vorrichtung, die das Starten des Fahrzeugs verhindert, wenn der Fahrer betrunken ist.
    • Die Alkohol-Wegfahrsperre ist ein wirksames Mittel zur Bekämpfung des Fahrens unter Alkoholeinfluss.
    • Die Vorrüstung ist obligatorisch, der Einbau der Wegfahrsperre bleibt jedoch optional.

Die Europäische Kommission schätzt, dass diese neuen Geräte dazu beitragen könnten, die Zahl der Verkehrstoten auf Europas Straßen bis 2030 um 20 % zu senken. Sie könnten sich auch positiv auf die Preise für Neuwagen auswirken, indem sie den Wettbewerb zwischen den Herstellern bei der Entwicklung effizienterer und erschwinglicherer Technologien fördern .

Eine europäische Anstrengung für mehr Sicherheit

Die Einführung dieser neuen Ausrüstung ist das Ergebnis eines langen Prozesses der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Automobilherstellern und Verkehrssicherheitsorganisationen.

Neben der Einführung dieser neuen Ausrüstung ist es wichtig, weiterhin in die Forschung und Entwicklung noch fortschrittlicherer Sicherheitstechnologien für Kraftfahrzeuge zu investieren. Es ist auch wichtig, die Fahrer über die Bedeutung dieser Technologien und ihren richtigen Einsatz aufzuklären.

Eine sicherere Zukunft auf Europas Straßen?

Die Einführung dieser acht neuen Sicherheitsausrüstungen ist ein wichtiger Schritt in Richtung des Ziels, bis 2050 auf Europas Straßen keine Todesopfer mehr zu begehen. Durch die Kombination dieser Technologien mit Bildungs- und Innovationsbemühungen kann die Europäische Union Europas Straßen zu einem sichereren Ort für alle machen.

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