Eine große Prêt-à-porter-Marke geht bankrott: Kein Käufer gefunden, Geschäfte dauerhaft geschlossen

Eine große Prêt-à-porter-Marke geht bankrott: Kein Käufer gefunden, Geschäfte dauerhaft geschlossen
Eine große Prêt-à-porter-Marke geht bankrott: Kein Käufer gefunden, Geschäfte dauerhaft geschlossen
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Die niederländischen Geschäfte der Bekleidungsmarke Scotch & Soda werden nicht wieder aufgenommen, teilten die Treuhänder des insolventen Unternehmens am Mittwoch mit. Ihren Angaben zufolge wurde ernsthaftes Interesse bekundet, aber letztendlich aufgegeben, da die Marke nicht gekauft werden konnte. Auch Geschäfte in Belgien werden ihre Türen schließen, fügen die niederländischen Kuratoren hinzu.

Die physischen Geschäfte in den Niederlanden werden nun geschlossen, aber der Online-Shop wird von einem anderen Unternehmen verwaltet. Die Chancen auf einen Neustart außerhalb der Niederlande variieren je nach Land. „Die Geschäfte in Luxemburg und Belgien werden sowieso schließen. In Österreich verhandelt der Treuhänder mit einer Partei über eine mögliche Neugründung. Auch in Deutschland ist eine Partei daran interessiert, bestimmte Geschäfte zu übernehmen“, erläutert Kurator Michel Moeijes.

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Die ursprünglich niederländische Bekleidungsmarke gab letzte Woche, etwa ein Jahr nach einem Relaunch, ihre Insolvenz bekannt. Das Unternehmen wurde letztes Jahr von der amerikanischen Firma Bluestar Alliance übernommen, logistische Probleme zwangen es jedoch, erneut Insolvenz anzumelden. Die Abteilung, die 92 physische Geschäfte in fünf europäischen Ländern (Niederlande, Deutschland, Luxemburg, Österreich und Belgien) beherbergt, ist in Konkurs. Der Teil, der die Marke selbst umfasst, bleibt in den Händen der Bluestar Alliance.

Scotch & Soda verfügt nach eigenen Angaben über 92 Filialen mit insgesamt 721 Mitarbeitern. 28 dieser Geschäfte und 320 Mitarbeiter haben ihren Sitz in den Niederlanden. Laut der Website des Unternehmens gibt es in Belgien 21 Filialen, davon 18 in Flandern, zwei in Wallonien und eine in Brüssel.

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