Wird das Elektroauto unsere Elektroinstallationen in die Luft sprengen?

Wird das Elektroauto unsere Elektroinstallationen in die Luft sprengen?
Wird das Elektroauto unsere Elektroinstallationen in die Luft sprengen?
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Mit dem Aufkommen des Elektroautos haben wir viel über die Verwendung seltener Erden, Reichweite und Preis gehört. Es gibt aber auch ein Thema, das regelmäßig auftaucht: der Stromverbrauch. Nicht ein einzelnes Auto, sondern ein ganzes Land oder ein ganzer Kontinent, der auf Batterieautos umsteigt. Würde das Stromnetz grundsätzlich halten können? Wenn wir die Prognosen für den weltweiten Strombedarf sehen, gibt es tatsächlich Grund, diese Frage zu stellen!

Eine kürzlich von Finbold, einer auf Wirtschafts- und Finanzthemen spezialisierten Website, veröffentlichte Studie zeigt, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren sprunghaft ansteigen wird: + 631,96 % bis 2030!

Großer Zuwachs schon seit zehn Jahren

In Wirklichkeit ist dieser Anstieg nicht so stark wie der, den die Welt in den letzten zehn Jahren bereits erlebt hat. Basierend auf Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA), Der weltweite Strombedarf durch die Nutzung von Elektroautos ist seit 2013 bereits um 3.630,77 % gestiegen.

Im Detail bedeutet dies eine Steigerung von 2.600 GWh (Gigawattstunden) im Jahr 2013 auf 97.000 GWh im Jahr 2023. Und damit könnten wir den Hochrechnungen zufolge im Jahr 2030 710.000 GWh erreichen!

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China liegt vor Europa und den USA

© MG

Wenn es hier um die globale Nachfrage geht, zeigt die Studie Unterschiede je nach Weltregion. Und es überrascht nicht, dass China beim Energiebedarf für Elektrofahrzeuge führend ist. Von 470 GWh im Jahr 2013 auf 38.000 GWh für den alleinigen Bedarf zum Aufladen batteriebetriebener Autos erhöht, geht die Prognose für 2030 von 230.000 GWh oder +505,26 % aus, was 32,39 % des weltweiten Strombedarfs für Elektrofahrzeuge entspricht.

Europa liegt mit einem Bedarf von 29.000 GWh im Jahr 2023 hinter China, verglichen mit 410 GWh zehn Jahre zuvor. Der alte Kontinent liegt vor den Vereinigten Staaten, die im Jahr 2023 22.000 GWh erreichten (von 560 im Jahr 2013). Sie dürften aber bis 2030 mit +945,45 % und 230.000 GWh stärker ansteigen und wieder vor Europa liegen (+451,72 % und 160.000 GWh).

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Mehr grüne Investitionen

Offensichtlich wirft dieser weltweit stark steigende Bedarf an Strom zum Aufladen von Elektroautos Fragen auf. Insbesondere die Stromerzeugung selbst, die nicht in allen Ländern sauber ist. Vor allem in China, wo es größtenteils aus Kohle hergestellt wird. Die Studie von Finbold endet mit einer positiven Note und erklärt, dass der IEA-Bericht 2023 immer noch zeigt, dass die Investitionen in saubere Energie, wie zum Beispiel Solarenergie, die Investitionen in fossile Energien „deutlich“ überstiegen haben.

Was die ausreichende Produktion betrifft, um das Netz ausreichend versorgen zu können, sind die Energieversorger zuversichtlich. So wie RTE, das in einer Studie aus dem Jahr 2019 erklärte, dass die Nachfrage problemlos vom Netzwerk aufgenommen werden könne, allerdings unter der Bedingung, dass ein intelligentes Lastmanagement implementiert werde. Um die Nachfrage zu glätten, insbesondere am Ende des Tages im Winter, wenn alle gleichzeitig ihr Auto einstecken!

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