Belgische Forscher entdecken Mutation des Affenpockenvirus

Belgische Forscher entdecken Mutation des Affenpockenvirus
Belgische Forscher entdecken Mutation des Affenpockenvirus
-

DForscher des Instituts für Tropenmedizin in Antwerpen und des Nationalen Instituts für Biomedizinische Forschung in Kinshasa haben einer Mutation im Affenpockenvirus (Mpox) zufolge eine vorläufige Studie entdeckt, die noch nicht veröffentlicht wurde. Dieser Virusstamm wurde bei einem Ausbruch in Kamituga, einer Bergbaustadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), entdeckt.

Nach Angaben des Instituts für Tropenmedizin scheint dieser Stamm hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragbar zu sein und könnte sich über Sexarbeiterinnen und Minderjährige in Nachbarländer ausbreiten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Virus, zumal es durch bestimmte PCR-Tests nicht nachgewiesen werden kann.

Im Jahr 2022 verursachte eine Variante des Affenpockenvirus eine Epidemie, die sich auf mehrere Länder auf der ganzen Welt ausbreitete, insbesondere in Belgien. Allerdings waren die Kontaminationen in Europa nach mehreren Monaten deutlich zurückgegangen, in Afrika wütete das Virus jedoch weiterhin. So brach im Oktober 2023 in der kongolesischen Stadt Kamituga eine Epidemie aus. Die ursprünglich neue Variante verbreitete sich schnell, insbesondere unter jungen Erwachsenen und Sexarbeiterinnen.

„Braucht eine neue Strategie“

„Wir brauchen dringend eine neue Strategie, mit der Affenpocken in Programme zur Prävention von AIDS und sexuell übertragbaren Infektionen integriert werden“, wird Professor Placide Mbala-Kingebeni vom INRB, einer der Autoren der Studie, in einer Pressemitteilung zitiert. „Es ist wichtig, dass wir uns auf die Zielgruppen konzentrieren und Stigmatisierung unbedingt vermeiden. »

Das Institut für Tropenmedizin analysiert die epidemische Lage genau und prüft gemeinsam mit seinen kongolesischen Partnern, ob eine Impfkampagne diese aggressivere Variante eindämmen kann. Ohne eine Stärkung der Kontaktverfolgung und ohne den Einsatz von Impfstoffen könne sich die Epidemie tatsächlich ausbreiten, warnt das Institut weiter.

-

PREV „Meine Priorität ist nicht, wie ich sterbe, sondern wie ich lebe“
NEXT Die Exposition während der Schwangerschaft wirkt sich auf die Entwicklung des Fötus aus