Kampf gegen die Tigermücke: Lassen Sie uns bewährte Praktiken übernehmen

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Die Tigermücke, eine invasive Art aus Südostasien, hat sich seit 2004 nach und nach in Frankreich etabliert und stellt ein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Seit 2012 hat es sich nach und nach in fünf Departements der Region Rhône-Alpes, darunter auch Savoyen, etabliert. Diese Mücke ist in der Lage, schwere Infektionskrankheiten wie Dengue-Fieber, Zika-Fieber und Chikungunya-Fieber zu übertragen. Sie hat sich an das gemäßigte Klima angepasst und befällt mittlerweile 74 % der Einwohner der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Wir alle können durch einfache Maßnahmen gegen seine Ausbreitung vorgehen und die Bevölkerung schützen.

Überwachung und Intervention

Seit dem 1. Januar 2020 sind die Regional Health Agencies (ARS) für die Überwachung und Intervention bei Verdachtsfällen von Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Fieber zuständig. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Epidemien vektorübertragener Krankheiten zu verhindern, indem potenzielle Ausbrüche schnell erkannt und neutralisiert werden.

Prävention: die richtigen Maßnahmen

Für Bekämpfung der Ausbreitung der Tigermücke wirksam, die Beteiligung aller ist unerlässlich. Weibliche Mücken, die einzigen, die stechen, um sich fortzupflanzen, suchen nach stehenden Wasserstellen, um ihre Eier abzulegen. Tassen, Pflanzgefäße, Vasen und Dachrinnen sind Orte, die ihrer Entwicklung förderlich sind. Die folgenden einfachen Maßnahmen können dazu beitragen, ihren Lebensraum zu reduzieren:

  • Beseitigen Sie Gegenstände, an denen Wasser stagnieren kann (Grünabfall, Reifen, Sperrgut).

  • Leeren Sie regelmäßig wasserhaltige Behälter (Gießkannen, Untertassen).

  • Wechseln Sie wöchentlich das Wasser von Pflanzen und Blumen.

  • Überprüfen Sie die Dachrinnen auf ordnungsgemäßen Durchfluss.

  • Decken Sie nicht genutzte Wassertanks und Schwimmbecken ab.

Vorbeugende Kontroll- und Interventionsmaßnahmen

Die vorhandenen Tigermücken sind keine natürlichen Träger von Viren, können diese aber übertragen, nachdem sie eine infizierte Person gebissen haben. Ihre Aktionsreichweite ist sehr kurz (weniger als 100 Meter). Die Prävention basiert auf der systematischen Beseitigung von Larvenbrutstätten rund um Häuser. Eine regelmäßige Überwachung dieser Wasserstellen ist von entscheidender Bedeutung.

Die Bekämpfung ausgewachsener Mücken durch das Versprühen von Insektiziden ist Gebieten vorbehalten, in denen Fälle des Virus nachgewiesen wurden oder im Falle einer Epidemie. Der rationelle Einsatz von Insektiziden ist unerlässlich, um die Entwicklung von Resistenzen bei Mücken zu verhindern, ein Phänomen, das sich bei übermäßigem und systematischem Gebrauch verschlimmert. Darüber hinaus haben diese Eingriffe eine vorübergehende Wirkung und beseitigen nicht die Brutstätten der Larven.

Ein globales Problem

Der zunehmende internationale Handel hat die Verbreitung der Tigermücke erleichtert, die mittlerweile in vielen Teilen der Welt vorkommt. Seine Fähigkeit, sich an unterschiedliche Klimazonen, einschließlich kalter Winter, anzupassen, macht ihn zu einer globalen Bedrohung.

In der Region Auvergne-Rhône-Alpes hat die Tigermücke 1.070 Gemeinden besiedelt, darunter 261 neue im Jahr 2023. Angesichts dieser Ausbreitung bleiben Wachsamkeit und vorbeugende Maßnahmen die wirksamsten Waffen, um die Bevölkerung vor diesem Überträger schwerer Krankheiten zu schützen.

Karte von Frankreich, das im Jahr 2024 von der Tigermücke betroffen ist

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