Schnelle und innovative Reaktion auf neu auftretende Krankheiten

Schnelle und innovative Reaktion auf neu auftretende Krankheiten
Schnelle und innovative Reaktion auf neu auftretende Krankheiten
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Dieser Text erscheint im Rahmen der Reihe 25 Jahre im Rückblick Es bietet einen Überblick über Themen, deren Auswirkungen für die öffentliche Gesundheit Quebecs am bedeutendsten waren.

Seit 25 Jahren überwacht das National Institute of Public Health of Quebec neu auftretende Krankheitserreger und versucht, die von ihnen verursachten Infektionskrankheiten zu verhindern. In diesem Fachgebiet finden wir Zoonosen, die zwischen Tieren (einschließlich Insekten) und Menschen übertragen werden. Ob West-Nil-Virus (WNV), Ebola-Virus, Vogelgrippe oder Tollwut: Das Institut spielt eine Vorreiterrolle bei der Unterstützung der Entscheidungsfindung der Gesundheitsbehörden.

Vom Monitoring bis zur wissenschaftlichen Begleitung

Die Prävention von Infektionskrankheiten zielt vor allem darauf ab, deren Auftreten zu verhindern oder ihre Ausbreitung zu verlangsamen. Um das Auftreten von Infektionskrankheiten in der Provinz im Auge zu behalten, führen die Experten des Instituts kontinuierliche Labor- und Überwachungsaktivitäten durch.

Beispielsweise beteiligt sich das Quebec Public Health Laboratory (LSPQ) seit 2003 am PulseNet Canada-Netzwerk, das mithilfe genomischer Technologien im ganzen Land entdeckte Krankheitserreger auflistet. Es hilft bei der Behandlung von Ausbrüchen bestimmter Darmerkrankungen wie Listeriose und Salmonellose. Das LSPQ führt außerdem weiterhin mehrere Genomforschungsprojekte zu verschiedenen Krankheitserregern durch.

Integrierte Überwachungsprogramme wie das für WNV (seit 2003) oder das der Lyme-Borreliose (seit 2014) erleichtern die Überwachung neuer Zoonosen und leiten die Planung von Präventionsmaßnahmen.

Diese Programme werden regelmäßig an epidemiologische Veränderungen, technologische Fortschritte oder andere Phänomene wie den Klimawandel angepasst. Diese können das Fortschreiten von Zoonosen oder die Entstehung neuer Krankheitserreger, wie beispielsweise der Anaplasmose, begünstigen. Sie ermöglichen auch die Erstellung umfassender Lagebilder, wie beispielsweise die Einreichung eines Briefings zur Lyme-Borreliose bei der Kommission für Gesundheits- und Sozialdienste im Jahr 2018, oder die Entwicklung von Leitfäden und Hilfsmitteln.

Umfangreiches Fachwissen für eine schnelle Reaktion

Der Nachweis der effektiven Reaktionsfähigkeit wissenschaftlicher Teams ist nicht mehr erforderlich. Bereits im Jahr 2003 wurde in weniger als einem Monat ein Screening-Test entwickelt, um auf die pandemische Bedrohung durch das schwere akute respiratorische Syndrom (SARS) in Toronto zu reagieren. Dieser Test trägt dazu bei, das Gesundheitsnetzwerk zu unterstützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Gleichzeitig führt das Institut Schulungsaktivitäten durch, um Fachkräfte und Labore im Gesundheitswesen anhand der neuesten wissenschaftlichen Daten zu informieren und anzuleiten.

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 machten sich die Teams daran, ein kontinuierliches Porträt der epidemiologischen und Impfsituation zu erstellen und Empfehlungen, Leitfäden und Tools für alle betroffenen Umgebungen anzubieten. Dem Gesundheitsnetzwerk wurden schnell Screening-Tests zur Verfügung gestellt. Um dem Mangel an Labor- und Krankenhausausrüstung (wie Reagenzien oder Masken) entgegenzuwirken, testete das LSPQ außerdem die Lebensdauer, die Wirksamkeit von Dekontaminationsprozessen und die Möglichkeit der Wiederverwendung der Ausrüstung.

Ein letztes Beispiel, der Ausbruch der Affenpocken im Jahr 2022, verdeutlichte auch das breite Spektrum an Fachwissen der Teams des Instituts: schnelle Entwicklung von Tests und Empfehlungen im Zusammenhang mit Impfungen, Prävention und Kontrolle der Übertragung des Virus im Gesundheitswesen und in der Gemeinschaft.

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