Das vergessen Alzheimer-Patienten zuerst

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Was vergessen Alzheimer-Patienten zuerst? Wir denken oft an persönliche Erinnerungen oder die Namen geliebter Menschen, aber laut Wissenschaftlern ist es etwas anderes.

In Frankreich leiden 8 % der über 65-Jährigen an der Alzheimer-Krankheit, also fast eine Million Menschen, und vor allem wird geschätzt, dass jedes Jahr durchschnittlich 225.000 neue Fälle diagnostiziert werden. Tatsächlich schätzt die Vaincre Alzheimer Foundation, dass die Zahl der Menschen, die von einer neurokognitiven Erkrankung betroffen sind, bis 2050 voraussichtlich auf über 1,8 Millionen Menschen ansteigen wird. Dies wären somit 9,6 % der über 65-Jährigen.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die vor allem das Gedächtnis, aber auch andere kognitive Funktionen wie Sprache, logisches Denken, Lernen und soziale Fähigkeiten beeinträchtigt. Im Allgemeinen geht es in Richtung eines Verlusts der Autonomie. Die Diagnose kann ab dem 60. Lebensjahr gestellt werden und das Risiko steigt mit zunehmendem Alter und umso mehr, wenn die Eltern bereits an der Krankheit erkrankt sind. Sobald es erkannt wird, kann es nicht verhindert werden, aber bestimmte Medikamente können für eine begrenzte Zeit verhindern, dass sich die Symptome verschlimmern.

Es hat sich auch gezeigt, dass ein bestimmter Lebensstil das Risiko, an einer neurokognitiven Erkrankung zu erkranken, begrenzen kann. Regelmäßige körperliche und geistige Aktivität durch Sport und mentale Übungen ist von entscheidender Bedeutung. Wir müssen auch Wert darauf legen, so regelmäßig wie möglich zu schlafen und mit anderen zu interagieren, denn oft sind es unsere Lieben, die die ersten Symptome von Alzheimer bemerken.

Sehr oft wird die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert, wenn das sogenannte „episodische“ Gedächtnis nachlässt. Dies macht sich durch Gedächtnislücken, Schwierigkeiten beim Finden von Wörtern oder bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben, wie zum Beispiel beim Bezahlen von Rechnungen, beim Verwalten seines Geldes usw., bemerkbar. Vor allem bemerken wir es eine Verhaltensänderung der Person. Neuere Studien zeigen jedoch letztlich, dass im Krankheitsverlauf zunächst das sogenannte „semantische“ Gedächtnis betroffen ist.

Bevor Alzheimer-Patienten vergessen, was mit dem episodischen Gedächtnis zusammenhängt, beginnen sie tatsächlich, bestimmte sehr banale Dinge zu vergessen, wie zum Beispiel den Namen eines sehr bekannten Logos wie das von Apple oder Renault oder den Namen einer berühmten Person wie z eine historische Figur, aber auch biografische Elemente dieser Berühmtheit. Wir bemerken sogar Schwierigkeiten, ein Objekt anhand einer Zeichnung zu erkennen und zu benennen. Aber keine Sorge, es gibt Gedächtnislücken. Sie sollten jedoch ab einem bestimmten Alter nicht minimiert werden.

Anschließend erreichen Alzheimer-Patienten das moderate Stadium der Erkrankung. In dieser Sequenz werden Schäden in Bereichen des Gehirns beobachtet, die Sprache, logisches Denken, bewusstes Denken und sensorische Verarbeitung steuern. Patienten haben dann große Schwierigkeiten, Geräusche und Gerüche richtig zu erkennen. Schließlich kommt es in der letzten Phase der Erkrankung zu einer Kontraktion des Hirngewebes aufgrund der Bildung von Plaques, die sich im gesamten Gehirn ausbreiten. Die Patienten können nicht mehr kommunizieren oder sich bewegen und sind vollständig auf andere angewiesen.

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