Dr. Grégoire Schretter (Ecolo): „Zu viele Mittel werden für Heilzwecke eingesetzt.“

Dr. Grégoire Schretter (Ecolo): „Zu viele Mittel werden für Heilzwecke eingesetzt.“
Dr. Grégoire Schretter (Ecolo): „Zu viele Mittel werden für Heilzwecke eingesetzt.“
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Nachdem wir die Parteiprogramme und ihre Vorschläge im Gesundheitsbereich überprüft haben, werden wir nun das Wort an Ärzte erteilen, die sich für die nächsten Wahlen in den verschiedenen französischsprachigen Parteien einsetzen. Für dieses fünfte Interview stellt sich ein junger Arzt auf den Ecolo-Listen vor.

Für seine erste Kampagne steht Dr. Grégoire Schretter, ein praktischer Arzthelfer in Ausbildung mit einer Leidenschaft für Allgemeinmedizin, auf der Ecolo-Liste in der Wallonischen Region. Als er in Wavre lebte, erwies sich für ihn die Allgemeinmedizin als selbstverständlich: „Ich wollte den Patienten und ihrer sozialen Realität nahe sein und gleichzeitig eine globale Vision des Aspekts der Gesundheitsversorgung bewahren, die die uns anvertrauten Ressourcen respektvoll, ökologisch und ökonomisch respektiert“, sagt er sagte er auf seinem Wahlkampf-Präsentationsblatt.

Im Gespräch machte er keinen Hehl aus seinem Wunsch, wie viele junge Ärzte in eine Gemeinschaftspraxis zu investieren: „Mir ist es wichtig, meine Lebensqualität zu erhalten. Ich erinnere Sie daran, dass dies im medizinischen Ethikkodex enthalten ist. Der Arzt muss bei guter Gesundheit sein, damit er langfristig eine qualitativ hochwertige Versorgung leisten kann. Mens sana in corpore sano…“

Die Lebensqualität und Arbeit von Ärzten in der Ausbildung

Nach seinem Studium an der Universität Namur und anschließend an der UCL in Woluwe möchte er Allgemeinarzt werden und viele Fächer interessieren ihn. Dabei steht die Lebens- und Arbeitsqualität der Assistenzärzte (Fachärzte und Allgemeinmediziner) im Vordergrund: „In den letzten Monaten konnten positive Entwicklungen hinsichtlich der Lebensbedingungen, der Arbeitszeiten etc. festgestellt und festgestellt werden.“ Es besteht jedoch noch erheblicher Handlungsbedarf hinsichtlich der Bereitschaftszeiten in Krankenhäusern, insbesondere für Arzthelferinnen in der Ausbildung. » Er bringt es unverblümt auf den Punkt: „Je ausgewogener die Bereitschaftspläne sind, desto mehr Assistenten können unter guten Bedingungen im Krankenhaus arbeiten.“ Wir müssen stets darauf achten, dass die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden die gesetzlich zulässigen Stunden nicht überschreitet, was in der Realität selten der Fall ist. » Er ist auch besorgt über die Überfüllung der Notaufnahmen in Krankenhäusern.

Kampf gegen Sexismus in Krankenhäusern

Ein weiteres Projekt scheint ihm in diesem Bereich wichtig: „Wir müssen ein besonderes Augenmerk auf Sexismus und andere Diskriminierungen legen, die im Krankenhausumfeld immer noch zu häufig vorkommen können, sowohl bei Ärzten als auch bei anderen Gesundheitsberufen.“ Bei Assistenzstellen ist das gerade für unsere Kolleginnen ein wirklich wichtiges Thema. »

Reduzierung der Kosten und der Frage der Wachen

Indem er in gesundheitspolitischer Hinsicht ein wenig an Höhe gewann, konnte er durch seine wenige Monate Praxis und sein Studium die verschiedenen Themen noch besser verstehen: „Prävention ist ein wesentliches Glied in der Gesundheitsversorgung, denn gute Prävention hilft, Kosten zu senken.“ Eine wirksame, zielgerichtete und realistische Prävention könnte das Gesundheitsbudget enorm einsparen. Heutzutage werden immer noch zu viele Mittel zu Heilzwecken eingesetzt. » Für ihn ist die Rolle des Hausarztes auf dieser Ebene zentral.

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