Angoulême: Bürger ergreifen Waffen gegen die Tigermücke

Angoulême: Bürger ergreifen Waffen gegen die Tigermücke
Angoulême: Bürger ergreifen Waffen gegen die Tigermücke
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„Entziehen wir ihm das Wasser!“ » Der Slogan ist im Titel des vom Verein veröffentlichten Plakats enthalten. Die Idee: Erinnern Sie sich an die richtigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Schädlings einzudämmen. Leeren Sie die Behälter, um stehendes Wasser dort zu vermeiden, wo die Weibchen Eier legen, reinigen Sie die Dachrinnen und Kanäle, decken Sie die Regenwassersammler ab … Letztes Jahr ruinierten seine Bisse den Sommer von Hunderten von Bewohnern von Angoulême. Besonders in Vierteln mit Häusern und Gärten wie Saint-Cybard oder Saint-Martin.

Sensibilisieren Sie Ihre Nachbarn

Auf dem Papier wirkt die Offensive bescheiden. Das Flugblatt wird nicht einmal massenhaft verteilt. „Es kann von der Website der Stadt heruntergeladen werden“, informiert Pascal Monier, stellvertretender Bürgermeister und zuständig für den ökologischen Wandel, auf Initiative des Clubs. Das Prinzip der Kampagne ist am Ende des Dokuments dargelegt: „Sind Sie von der Tigermücke betroffen? Drucken Sie diesen Flyer aus und verteilen Sie ihn an Ihre Nachbarn. Durch die Abdeckung eines Radius von 150 Metern decken Sie die Lebenszone der Mücken ab. »

Ziel des Programms ist es, dafür zu sorgen, dass der Kampf gegen das Insekt zum Diskussionsthema der Anwohner wird. „Wenn die ganze Nachbarschaft sensibilisiert wird, können wir einen etwas ruhigeren Sommer haben“, sagt Catherine Revel, stellvertretende Bürgermeisterin und zuständig für Gesundheit. „Ich werde (den Flyer) in den Briefkästen verteilen. Wenn jeder um seinen Block geht…“, beginnt Benoît Gilles, ein weiteres Mitglied des Kollektivs, zu träumen.

Wenn die gesamte Nachbarschaft sensibilisiert wird, können wir einen etwas ruhigeren Sommer erleben.

Véronique Picault hat das Plakat bereits an einem Fenster ihres Hauses im Stadtteil Saint-Martin angebracht. „Menschen gehen vorbei und werden angehalten. Das sind kleine Gewohnheiten, die man sich aneignen muss, um etwas zu bewirken. » Letzten Sommer wurde ihr wegen der Tiere der Garten entzogen. Die Unterstützer des Kampfes sind davon überzeugt, dass ihre Rettung in der Mobilisierung möglichst vieler Menschen liegen wird. „Keine Maßnahme ist zu 100 % wirksam“, kommentiert Bürgermeister Xavier Bonnefont. Es ist die Anhäufung einzelner Maßnahmen, die es ermöglicht, die Verbreitung zu verlangsamen. »

Eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten

Im Gegensatz zu anderen Schädlingen wie der Asiatischen Hornisse ist keine massive Fangstrategie geplant. Es gibt Fallen mit Kohlendioxidkanistern, die die menschliche Atmung nachahmen und Mücken in ihre Netze locken sollen. „Aber ihr Handlungsspielraum ist zu begrenzt und liefert keine überzeugenden Ergebnisse“, entlässt Hélène Barrière, Hygiene- und Gesundheitsmanagerin der Stadt.

Die Mittel verfügen auch über eine Anti-Larven-Behandlung. Allerdings komme dies nur bei Geräten zum Einsatz, „die sich an ein sensibles Publikum, zum Beispiel Kinder, anpassen“, präzisiert Hélène Barrière. Auch hartnäckige Nistplätze, „wie etwa Dachterrassen mit Problemen bei der Wasserführung“, müssten ermittelt werden können. Ergebnis: Im Jahr 2023 profitierte nur ein Betrieb von dieser Behandlung.

Dennoch führt die Stadt den Kampf an. Seit 2019 stellt es der Öffentlichkeit Sandkästen zum Befüllen von Blumentopf-Untersetzern zur Verfügung. Sie führt außerdem eine Zählung der mückenfressenden Fledermauspopulationen durch und erwägt die Installation weiterer Nistkästen.

Trotz der Überwältigung der Invasion möchte Hélène Barrière positiv bleiben. „Wir können es eindämmen. Derzeit haben wir in der Abteilung keine Ausbreitung von Krankheiten (Dengue-Fieber, Zika usw.) festgestellt. »

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