Antibiotika: Apotheker sind jetzt berechtigt, Ihnen diese Medikamente ohne Rezept zu verabreichen – allerdings nur in bestimmten Fällen

Antibiotika: Apotheker sind jetzt berechtigt, Ihnen diese Medikamente ohne Rezept zu verabreichen – allerdings nur in bestimmten Fällen
Antibiotika: Apotheker sind jetzt berechtigt, Ihnen diese Medikamente ohne Rezept zu verabreichen – allerdings nur in bestimmten Fällen
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das Essenzielle
Ein an diesem Dienstag im Amtsblatt veröffentlichter Erlass ermächtigt Apotheker, Antibiotika abzugeben, ohne dass Patienten ein Rezept vorlegen müssen. Dieses Verfahren ist nur zulässig, wenn der Patient an einer bakteriellen Mandelentzündung oder Blasenentzündung leidet.

Das ist ganz neu: Sie müssen nicht mehr zum Arzt gehen, wenn Sie an einer Blasenentzündung oder einer bakteriellen Mandelentzündung leiden und wenn Sie auf der Suche nach Antibiotika sind. Laut unseren Kollegen von Pariser, ein Durchführungserlass wurde diesen Dienstag, 18. Juni, im Amtsblatt veröffentlicht. Dieser Text ermöglicht es Apothekern, Antibiotika an bestimmte Patienten abzugeben, ohne dass diese ein Rezept vorlegen müssen.

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Aber Vorsicht: Diese Antibiotika werden nur in ganz bestimmten Fällen ohne Rezept abgegeben. Nur Patienten mit bakterieller Halsentzündung der Gruppe A und „unkomplizierter akuter Zystitis bei Frauen“. Die Lieferung dieser Medikamente unterliegt der Durchführung einer Prüfung. Bei einer bakteriellen Mandelentzündung muss sich der Patient einer oropharyngealen Untersuchung unterziehen: Es wird eine Probe mit einem „in den Rachen eingeführten Tupfer, oral“ entnommen. Im Falle einer Blasenentzündung wird der Patient einem Urintest unterzogen. Diese Tests unterliegen gewissen Alters- und Beschwerdebeschränkungen: Bei besonders hohem Fieber oder einer Schwangerschaft ist die Durchführung nicht möglich.

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Ziel dieser von der Regierung im Jahr 2023 formulierten Maßnahme war es, „die Kompetenzen“ der Apotheker zu erweitern. Diese Maßnahme soll auch eine Entlastung der Arztpraxen ermöglichen. Dieses Dekret wurde auf jeden Fall vom französischen Apothekenverband (UNPF) begrüßt, der von „hervorragenden Neuigkeiten für die Patienten“ sprach. Der Text stieß jedoch bei Hausärzten deutlich auf Kritik: Die Ärztegewerkschaft MG France wies auf eine „Vertuschungsmaßnahme“ hin.

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