Fleischfressende Bakterien: In Japan explodieren die Fallzahlen

Fleischfressende Bakterien: In Japan explodieren die Fallzahlen
Fleischfressende Bakterien: In Japan explodieren die Fallzahlen
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Japan wird seit mehreren Monaten von schweren Infektionen durch Streptokokken der Gruppe A heimgesucht.

Ihre Zahl hat in den letzten Wochen Rekordwerte erreicht.

Zwischen Januar und März waren bereits fast 80 Patienten gestorben.

Die „fleischfressenden“ Bakterien fordern in Japan weiterhin Opfer. Laut einem neuen Bericht von CNN hat das japanische Gesundheitsministerium bis zum 2. Juni 2024 977 Fälle von Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom, schweren Infektionen durch Streptokokken der Gruppe A, mit einer Sterblichkeitsrate von bis zu 30 % registriert. Zwischen Januar und März seien bereits 77 Menschen gestorben, wie die örtlichen Behörden im Frühjahr mitteilten. Zum Vergleich: Allein im Jahr 2023 wurden landesweit 941 Fälle von Streptokokken-Toxische-Schock-Syndrom (SCTS) registriert.

Obwohl dieses Bakterium gut bekannt ist, muss die Ursache für seine Ausbreitung in diesem Ausmaß vorerst noch geklärt werden.

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Streptokokken der Gruppe A (GAS) werden von Mensch zu Mensch übertragen und sind regelmäßig dafür verantwortlich „häufige gutartige und nicht-invasive Infektionen, wie Angina pectoris und Impetigo, und auch schwere invasive Infektionen: Bakteriämie, nekrotisierende Hautinfektionen, Wochenbettinfektionen, Pleuropneumopathien, Meningitis, die mit dem Schocksyndrom Streptokokken-Toxizität (SCTS) einhergehen können“, dDetails zum Pasteur-Institut auf seiner Website. GAS wird durch Atemtröpfchen und direkten Kontakt (Nasensekret, Hautläsionen) übertragen. SCTS, das Giftstoffe freisetzt, die zu Organversagen im Körper führen können, ist nach Angaben der US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten in jedem dritten Fall tödlich.

In diesem Zusammenhang hatte der japanische Gesundheitsminister die Bevölkerung bereits im Januar dazu aufgerufen, weiterhin Barrieregesten wie regelmäßiges Händewaschen und das Tragen einer Maske an belebten öffentlichen Orten zu nutzen.


Audrey LE GUELLEC

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