Ein Fall von Keuchhusten in Polynesien

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Das Bakterium Bordetella pertussis, verantwortlich für Keuchhusten.

Europa, Australien und Neuseeland sind von einem Anstieg der Fälle von Keuchhusten betroffen, und letzte Woche wurde ein Fall bei Fenua bei einem Jugendlichen entdeckt, dessen Impfung nicht aufgefrischt worden war. Keuchhusten ist hoch ansteckend und sowohl Kleinkinder als auch ältere Menschen sind einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

Laut dem Arass-Gesundheitsüberwachungsbulletin wurde letzte Woche ein Fall von Keuchhusten festgestellt, ohne Angabe des Orts. Bei dem Patienten handelt es sich um eine 15-jährige Person, deren Auffrischungsimpfungen im Alter von 6 und 11 Jahren nicht erfolgt sind. Ihm nahestehende Personen wurden identifiziert und prophylaktische Maßnahmen empfohlen (Antibiotika und/oder Auffrischungsimpfung).

Keuchhusten ist eine bakterielle Atemwegsinfektion, die besonders in der ersten Hustenwoche sehr ansteckend ist. Schätzungen zufolge kann ein Erkrankter durchschnittlich 15 bis 17 Menschen anstecken. Die Inkubationszeit kann zwischen einer und drei Wochen variieren, ohne dass Symptome auftreten. Dann kommt es zu einer laufenden Nase, die ein bis zwei Wochen anhält, dann zu einem mäßigen Husten, der sich schnell zu Hustenanfällen entwickelt, die nachts häufiger auftreten und zum Platzen kleiner Blutgefäße um die Augen und zum Erbrechen führen können. Dieses Stadium kann 4 bis 6 Wochen andauern, danach bildet sich die Krankheit langsam zurück.

Aufgrund der schnellen Ausbreitung sind Ärzte verpflichtet, die Fälle, auf die sie bei ihren Patienten stoßen, zu melden.

Auf dem französischen Festland wurden seit Jahresbeginn 5.800 Fälle von Keuchhusten registriert. Zwei Kleinkinder starben diese Woche in Montpellier. Im Jahr 2023 und bis April 2024 wurden in Ländern der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums fast 60.000 Fälle von Keuchhusten gemeldet. Das sind zehnmal mehr Fälle als in den Jahren 2022 und 2021. Die sehr kleinen Kinder sind ebenso einem hohen Risiko ausgesetzt die Älteren. Der Impfstoff ist 5 Jahre haltbar. Für Erwachsene wird empfohlen, alle 20 Jahre Auffrischungsimpfungen durchzuführen, ab dem 65. Lebensjahr sogar alle 10 Jahre.

In Polynesien wurden im Jahr 2015 weniger als zehn Fälle festgestellt.

Erläuterungen von Dr. Jimmy Mohamed, am Set unseres Partners RTL

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