Ehemaliger Berliner Bürgermeister bei Angriff verletzt

Ehemaliger Berliner Bürgermeister bei Angriff verletzt
Ehemaliger Berliner Bürgermeister bei Angriff verletzt
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Die ehemalige Berliner Bürgermeisterin, Sozialdemokratin Franziska Giffey, wurde durch einen Schlag am Kopf leicht verletzt.

AFP

Die ehemalige Bürgermeisterin von Berlin, die Sozialdemokratin Franziska Giffey, wurde durch einen Schlag am Kopf leicht verletzt, teilte die Polizei am Mittwoch mit, ein Fall, der zu einer Vervielfachung der Angriffe auf gewählte Amtsträger in Deutschland führt.

Der Tatverdächtige näherte sich Franziska Giffey am Dienstag, als sie sich in einer Bibliothek im Süden der Hauptstadt, im Stadtteil Rudow, aufhielt, und schlug ihr mit einer Tüte auf Kopf und Hals. Der Fremde entfernte sich daraufhin schnell.

Frau Giffey, derzeit Wirtschaftsministerin des Landes Berlin, sei „kurzzeitig ins Krankenhaus gegangen, um sich wegen Kopfschmerzen behandeln zu lassen“, teilte die Berliner Polizei mit.

Der derzeitige Bürgermeister, der Konservative Kai Wegner, verurteilte den Angriff und sagte, dass jeder, der politische Führer angreife, „unsere Demokratie angreift“.

„Wir werden das nicht dulden“, sagte er und kündigte an, über „härtere Strafen für Angriffe auf Politiker“ nachzudenken.

Im Rahmen eines angespannten Wahlkampfs vor der Europawahl am 9. Juni und mehreren Regionalwahlen im September wurden in Deutschland kürzlich mehrere führende Politiker bedroht oder angegriffen.

Der derzeit schwerwiegendste Fall betrifft einen Europaabgeordneten der Sozialdemokratischen Partei von Bundeskanzler Olaf Scholz, der letzte Woche beim Aufhängen von Plakaten in der sächsischen Stadt Dresden in der ehemaligen kommunistischen DDR von vier Menschen schwer verletzt wurde.

Matthias Ecke, 41, musste wegen schwerer Gesichtsverletzungen operiert werden. Der Angriff wurde von Herrn Scholz als Bedrohung der Demokratie angeprangert.

Am Dienstagabend wurde in dieser Stadt ein neuer Fall von Körperverletzung gemeldet: Ein 47-jähriger Umweltpolitiker, der Wahlplakate anbrachte, wurde von einem Mann geschubst und bedroht. Eine weitere Frau näherte sich ihm und spuckte ihm ins Gesicht, teilte die Staatspolizei mit.

Die beiden Verdächtigen seien festgenommen worden, fügte sie hinzu und gab an, dass es sich um einen 34-jährigen Mann und eine 24-jährige Frau handele, beide mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Sie gehörten zu einer in der Nähe stehenden Gruppe, von der einige den in Deutschland verbotenen Hitlergruß gezeigt hatten, als der Umweltschützer mit dem Anbringen seiner Plakate begonnen hatte.

Nach vorläufigen Zahlen der Polizei wurden im Jahr 2023 in Deutschland 2.790 Straftaten gegen politische Führungspersönlichkeiten verübt, im Vergleich zu 1.806 im Vorjahr, aber weniger als die 2.840 im Jahr 2021, dem Jahr der Bundestagswahl.

(afp)

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