Japan: Installation eines Netzes, das aufgrund des Overtourism den Blick auf den Fuji verbirgt

Japan: Installation eines Netzes, das aufgrund des Overtourism den Blick auf den Fuji verbirgt
Japan: Installation eines Netzes, das aufgrund des Overtourism den Blick auf den Fuji verbirgt
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Wie AFP vor Ort feststellte, wird am Dienstag ein hohes dunkles Netz installiert, um den Blick auf den Berg Fuji zu verbergen, der bei Scharen von Touristen beliebt ist, deren schlechte Manieren die Einwohner und Behörden einer japanischen Stadt übertreffen.

Die Ankündigung dieser radikalen Maßnahme im vergangenen Monat durch das Rathaus von Fujikawaguchiko in Zentraljapan sorgte sowohl im Land als auch international für großen Aufruhr und war ein neues Beispiel für die Folgen des Overtourism.

Die örtlichen Behörden hatten dies mit der Unhöflichkeit zahlreicher ausländischer Touristen vor Ort begründet, die Müll auf den Boden warfen, außerhalb genehmigter Bereiche rauchten, die Straße an einer roten Ampel überquerten oder wahllos parkten. Einige kletterten sogar völlig illegal auf das Dach einer nahegelegenen Zahnklinik, um bessere Fotos machen zu können.

Der Bau dieser 2,5 Meter hohen und 20 Meter langen Barriere begann Anfang Mai, das Projekt dauerte jedoch aufgrund von Problemen bei der Materialversorgung länger als erwartet.

Die Fotos, die von einem schmalen Bürgersteig hinter einer stark befahrenen Straße aus aufgenommen wurden, erfreuten sich in sozialen Netzwerken wie Instagram großer Beliebtheit, da sie einen Blick auf den majestätischen Vulkan mit einem Lawson-Supermarkt im Vordergrund kombinierten, einer Art Symbol für das heutige Japan.

„Es ist eine Schande“, dass ein Netz installiert wurde, „weil es eindeutig ein ikonisches Foto ist“, bedauert Christina Roys, eine 36-jährige neuseeländische Touristin, die am Dienstag von AFP vor Ort interviewt wurde. „Aber es ist völlig verständlich“, weil der Ort so viele Menschen anzog und es durch den Straßenverkehr direkt daneben „ziemlich gefährlich“ sei, fügt sie hinzu. Sie glaubt jedoch, dass dies nicht verhindern wird, dass Touristen weiterhin in großer Zahl in die Umgebung strömen.

Denn der Mount Fuji, der höchste Gipfel Japans (3776 m), kann natürlich von vielen anderen Orten aus fotografiert werden, auch von Fujikawaguchiko.

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