Naturkatastrophen
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Angesichts des Schreckgespenstes eines Erdbebens, das die türkische Megacity im Jahr 2030 erschüttern könnte, planen viele Istanbuler im Voraus, ihre Immobilien nach seismischen Standards testen und rekonstruieren zu lassen. Doch viele andere zögern trotz der Hilfen der Regierung und der Gemeinde.
Vor viereinhalb Jahren kaufte der 38-jährige Ferhat Binkanat eine Wohnung in Bahçelievler, einem dicht besiedelten Viertel am Stadtrand von Istanbul. Seitdem arbeitet der Manager eines Medizintourismusunternehmens dort mit seiner Frau und dem gemeinsamen sechsjährigen Sohn. Doch nach dem Erdbeben, das am 6. Februar 2023 den Süden des Landes verwüstete, war diese Familie besorgt über die Widerstandsfähigkeit ihres Gebäudes im Falle einer Katastrophe, dieses Mal … in Istanbul.
Dabei reichte der Vater daraufhin einen Antrag auf eine Besichtigung des Gebäudes bei der Gemeinde ein, die diesen Service seit 2019 den Bewohnern der Metropole kostenlos zur Verfügung stellt Er trägt Schutzhelme und untersucht das betreffende Gebäude anhand seiner Säulen. „Sollte sich herausstellen, dass von ihm Gefahren ausgehen, werde ich ihn sofort verlassen und mit meiner Familie an einen sichereren Ort ziehen», versichert Ferhat Binkanat mit besorgter Miene.
«Nach dem Erdbeben im Jahr 2023 haben wir mehr als 160.000 Inspektionsanfragen erhalten, denen wir immer noch nachzukommen versuchen», erklärt Mustafa Genç, ein Bauingenieur, der das an diesem Oktobermorgen im Einsatz befindliche städtische Team überwacht. Angst vor einem schweren Erdbeben
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