Algerien und Italien unterzeichnen ein Abkommen im Wert von 420 Millionen Euro

Algerien und Italien unterzeichnen ein Abkommen im Wert von 420 Millionen Euro
Algerien und Italien unterzeichnen ein Abkommen im Wert von 420 Millionen Euro
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Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung handelt es sich dabei um ein italienisches Investitionsprojekt im größten Land im Süden Afrikas, das insbesondere dem Weizenanbau und der Stärkung der Ernährungssicherheit Algeriens dient.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung unterzeichneten Algerien und Italien am Samstag ein 420-Millionen-Euro-Abkommen über ein italienisches Investitionsprojekt im größten Land im Süden Afrikas, insbesondere zur Weizenproduktion und zur Stärkung seiner Ernährungssicherheit.

Das Projekt wird von der italienischen Gruppe Bonifiche Ferraresi und dem Nationalen Investitionsfonds zur Produktion von Getreide und Hülsenfrüchten auf einer geschätzten Fläche von 36.000 Hektar in der Wilaya (Präfektur) Timimoune durchgeführt, heißt es in der Pressemitteilung.

Das Projekt wird sich der Produktion von Weizen, Linsen, getrockneten Bohnen und Kichererbsen sowie der Errichtung von Verarbeitungseinheiten für die Herstellung von Teigwaren und Lagersilos widmen.

Laut derselben Quelle soll es im Laufe des Jahres 2024 eingeführt werden und die Exporte steigern sowie mehr als 6.700 Arbeitsplätze schaffen.

500.000 Hektar

Algerien strebt durch die Umsetzung dieses Plans eine Selbstversorgung mit Hartweizen an, indem es die Produktionsflächen im Süden auf 500.000 Hektar vergrößert.

Der algerische Landwirtschaftsminister Youcef Cherfa teilte der APS-Agentur am Dienstag mit, dass Algerien eine Frist von drei Jahren für die Umgestaltung dieser 500.000 Hektar gesetzt habe, die für strategische Nutzpflanzen reserviert seien, um die Ernährungssicherheit des Landes zu gewährleisten und seine starke Abhängigkeit von Importen zu verringern.

Zusätzlich zu dieser Vereinbarung mit Italien wird die Erschließung dieser Gebiete in der algerischen Wüste laut Youcef Cherfa in Zusammenarbeit mit internationalen Unternehmen, darunter auch Unternehmen aus Katar, erfolgen.

Das am Samstag unterzeichnete algerisch-italienische Abkommen ist Teil des „Mattei-Plans“, benannt nach Enrico Mattei, dem Gründer von Eni (dem italienischen öffentlichen Energieriesen), der sich in den 1950er Jahren für Kooperationsbeziehungen mit afrikanischen Ländern einsetzte.

Die algerischen Landwirtschafts- und Finanzminister Youcef Cherfa und Laziz Fayed leiteten gemeinsam mit dem italienischen Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida die Unterzeichnungszeremonie.

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