Die Schweiz gibt das Klimaüberwachungsprogramm Copernicus aus finanziellen Gründen auf – rts.ch

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Die Schweiz gibt das Klimaüberwachungsprogramm Copernicus aus finanziellen Gründen auf – rts.ch
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Die Schweiz wird sich für die Jahre 2021 bis 2027 nicht am europäischen Klimaüberwachungsprogramm Copernicus beteiligen. Grund sei die angespannte Lage der Bundesfinanzen, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte.

Eine Beteiligung würde den ohnehin knappen Bundeshaushalt zusätzlich belasten. Ein möglicher Beitritt zum Programm ab 2028 wird im laufenden Zeitraum geprüft.

Voraussetzung für die Teilnahme der Schweiz an Copernicus ist die Aushandlung eines bilateralen Abkommens mit der EU. Ein Großteil der Daten bleibt wie bisher frei zugänglich.

Das Parlament beantragte im März 2022 die Mitgliedschaft im Programm. Zunächst lehnte der Bundesrat die Mitgliedschaft ab, unterstützte dann die Motion.

Erdbeobachtung

Copernicus wurde 1998 ins Leben gerufen und ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Es bietet ein breites Spektrum an Geoinformationen in Bereichen wie der Umweltüberwachung. Insbesondere überwacht es den Klimawandel.

Das Programm wird von der Europäischen Kommission koordiniert und verwaltet. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage, EU-Agenturen und Mercator Ocean.

Der Bund beteiligte sich an der Entwicklung dieses Programms als Mitglied der ESA und der Rahmenprogramme für Forschung und Entwicklung der Europäischen Union.

ats/juma

#Swiss

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