Studierende sollen trotz Ultimatum an der Uni Mail bleiben

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Trotz des jüngsten Ultimatums des Rektorats bleiben die Studierenden an der Uni Mail

Veröffentlicht: 12.05.2024, 19:57 Uhr Vor 7 Stunden aktualisiert

Audrey Leuba, Rektorin der Universität Genf, hat den Studierenden der Uni Mail ein Ultimatum gestellt: Sie müssen die Räumlichkeiten bis spätestens 20 Uhr verlassen. Kurz vor der verabredeten Zeit beschlossen sie, trotz der Drohungen noch eine Nacht zu bleiben. Sie versammelten sich vor dem Eingang der Uni Mail und skandierten: „Wir sind heißer als das Rektorat“ und sangen „Gaza, Gaza, UNIGE ist bei dir“.

Frau Leuba begründete ihre Entscheidung in einer E-Mail an die Studierenden: „Die Universität schuldet ihrer Gemeinschaft ein Arbeits- und Studienumfeld, in dem sich jeder sicher, frei von seiner Meinung und ohne Angst vor Diskriminierung jeglicher Art fühlt. Zahlreiche Zeugenaussagen zeigen heute, dass diese Bedingungen nicht mehr erfüllt sind.“

Studierende versammeln sich vor der Uni Mail, um ihre Position durchzusetzen.

Pro-palästinensische Studierende beklagen ihrerseits mangelnde Dialogbereitschaft des Rektorats. In einer E-Mail an Audrey Leuba baten sie darum, bis Montag um 17 Uhr vor Ort zu bleiben und kündigten an: „Wir sind jetzt bereit, konkreter mit Ihnen über das Banner und unsere Nachtbesetzung zu verhandeln.“ In ihrer E-Mail schlägt die Palästina-Studentenkoordination (CEP-UNIGE) ein neues Treffen am Montagmorgen um 9 Uhr vor. Die Bewegung hat bisher keine Antwort vom Rektorat erhalten.

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Léa Frischknecht ist PR-Journalistin in der Sektion Genf. Nach einem Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaft an der Universität Genf erlangte sie ihren Master-Abschluss an der Akademie für Medien und Journalismus der Universität Neuenburg.Mehr Informationen

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