UniFR droht mit Anzeige wegen Hausfriedensbruch

UniFR droht mit Anzeige wegen Hausfriedensbruch
UniFR droht mit Anzeige wegen Hausfriedensbruch
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„Eine Beschwerde wegen Hausfriedensbruchs ist vorbereitet und die Leitung der Universität Freiburg wird nicht zögern, diese bei einem erneuten Verstoß gegen die internen Vorschriften einzureichen“, drohte das Rektorat an diesem Dienstag. In einer Pressemitteilung bezeichnet es die Besetzung eines seiner Gebäude als „inakzeptabel“.

Am Montag besetzten mehr als vierzig Studenten Pérolles 21 zur Unterstützung Palästinas und forderten insbesondere einen akademischen Boykott israelischer Institutionen. Eine Aktion, die das Rektorat sehr kritisch beurteilt und unter anderem die Tatsache kritisiert, dass bei den Organisatoren, der Palestine Student Coordination (CEP), kein Antrag auf Genehmigung gestellt wurde.

Im Laufe des Nachmittags kam es zu Gesprächen zwischen den Studierenden und dem Rektorat, wobei die Polizei vor Ort einschritt. Das Gebäude konnte gegen 22 Uhr evakuiert und geschlossen werden.

Keine politischen Akteure

Für das Rektorat gefährden die Handlungen des CEP die Freiheit von Forschung und Lehre. „Hochschuleinrichtungen sind keine politischen Akteure“, heißt es in der Pressemitteilung. Das Rektorat bedauert, dass von den Besatzern keine andere Form als die der Besetzung in Betracht gezogen wurde.

Die Universität erklärt sich bereit, den Dialog mit den Demonstranten in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Studierendenverband der Universität Freiburg (AGEF) fortzusetzen, den das Rektorat – im Gegensatz zum CEP – anerkennt. Was die Forderungen der Besatzung betrifft, so prüft das Rektorat diese und wird in Kürze eine Antwort senden.

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