Mehr als 72 % weichen nicht von der beruflichen Integration ab

Mehr als 72 % weichen nicht von der beruflichen Integration ab
Mehr als 72 % weichen nicht von der beruflichen Integration ab
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Seit seiner Einführung im Jahr 1976 zielt die Nationale Beschäftigungsumfrage (ENE) darauf ab, eine Diagnose der Situation und Entwicklung der Aktivität, Beschäftigung und Unterauslastung der Arbeitskräfte auf nationaler und regionaler Ebene zu erstellen. Das ENE hat mehrere organisatorische und methodische Änderungen erfahren, insbesondere nach den allgemeinen Volks- und Wohnungszählungen (1982, 1994, 2004 und 2014). Im Rahmen von Arbeitsmarktanalysen untersucht eine im Jahr 2022 von der High Commission for Planning (HCP) durchgeführte Studie die Situation von NEETs (weder in Beschäftigung, noch in Bildung, noch in Ausbildung) und wirft ein detailliertes Licht auf diese jungen und jungen Menschen gefährdete Bevölkerung.

Die im Jahr 2022 vom HCP durchgeführte Studie konzentriert sich auf eine junge Bevölkerung, um bisherige Daten und Analysen zu bereichern. Damit machen junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren 39 % der Bevölkerung unter 25 Jahren aus, also mehr als ein Drittel dieser Kategorie. Als Träger dynamischer und reichhaltiger Kreativität stellen sie einen demografischen Reichtum dar, der für die Entwicklung des Landes unerlässlich ist. Schulversagen, Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung sind jedoch Hindernisse, die die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Marokkos behindern und somit die Zukunft dieser gefährdeten jungen Menschen gefährden.

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Die Quote von 25,2 % der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren steht für einen starken Zusammenhang mit Langzeitarbeitslosigkeit und erfordert besondere Aufmerksamkeit. Der Studie zufolge befinden sich 1,5 Millionen junge Menschen in einer NEET-Situation. Diese alarmierende Zahl verdeutlicht junge Menschen, die Opfer von Arbeitsplatzverlusten sind, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, oder solche, die erhebliche Unterbrechungen in ihrer Bildungs- und Berufslaufbahn erlitten haben.

Weltweit sammeln mehr als 280 Millionen junge Menschen ohne die Entwicklung beruflicher Fähigkeiten keine Berufserfahrung durch eine Beschäftigung oder nehmen an Bildungs- oder Berufsprogrammen teil. Diese bittere Beobachtung verdeutlicht die Verschwendung bemerkenswerten wirtschaftlichen Potenzials und die erheblichen Auswirkungen auf die beruflichen Integrationsaussichten dieser jungen Menschen.

Die Studie von 2022 deckt komplexe Realitäten in Bezug auf NEETs in Marokko auf. Ziel ist es, ein Profil von NEETs zu erstellen und die Faktoren zu analysieren, die ihre Situation beeinflussen, wie z. B. Bildungsniveau, Alter, Geschlecht, Familienstand und geografischer Standort.

Eine eingehendere Analyse unterscheidet zwischen jungen arbeitslosen NEETs und Nichterwerbstätigen. Mehr als ein Viertel der jungen NEETs (27,6 %) sind arbeitslos, während die restlichen drei Viertel (72,4 %) inaktiv sind und kein Interesse an einer beruflichen Integration zeigen.

Die Studie zeigt, dass junge Frauen mit einer Rate von 37,3 % überproportional von „NEETitude“ betroffen sind, verglichen mit 13,5 % bei Männern. Obwohl die Prävalenz von NEET in städtischen Gebieten mit 51,4 % ihren Höhepunkt erreicht, weisen bestimmte Regionen wie Béni Mellal-Khénifra (30,6 %) und Oriental (28,1 %) Raten auf, die über dem Landesdurchschnitt (25,2 %) liegen.

Bildung wird als Vektor der Emanzipation angesehen, wobei ein deutlicher Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und NEET-Status besteht. So sind 85 % der Frauen ohne Abschluss NEET, während es bei den Frauen mit höherem Abschluss nur 17,3 % sind. Der Zugang zu formaler Bildung ist daher ein wesentlicher Hebel, um die „Neetheit“ zu lindern und Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Mehrheit der NEET-Frauen (87,5 %) ist hauptsächlich aus familiären Gründen inaktiv, und ein erheblicher Anteil lebt in ländlichen Gebieten (60 %), was auf eine bemerkenswerte Prävalenz von NEET in diesen Umgebungen hinweist.

Junge inaktive NEET-Frauen geben vor allem an, nicht für die Arbeit zur Verfügung zu stehen, und verweisen auf ihre Beteiligung an der Kindererziehung und der Hausarbeit (74,8 %) sowie auf den Widerstand ihres Ehepartners, Vaters oder anderer Familienmitglieder (8,0 %). Das mangelnde Interesse an einer Beschäftigung verdeutlicht den Einfluss soziokultureller Normen auf die beruflichen Ambitionen von Frauen.

Die NEET-Quote variiert erheblich mit dem Alter und erreicht 22,9 % bei den 15- bis 19-Jährigen und 55,9 % bei den 20- bis 24-Jährigen, was Unterschiede in den Bildungs- und Berufswegen von Frauen in verschiedenen Phasen ihres Berufslebens zeigt.

Um die Determinanten des NEET-Status zu untersuchen, wurde eine Reihe von Analysen durchgeführt, die Geschlecht, Bildungsniveau, Familienstand, Altersgruppe, Art der Tätigkeit des Haushaltsvorstands, den höchsten vom Haushaltsvorstand erzielten Abschluss und geografische Regionen umfassten.

Diese detaillierte Studie zeigt die Bedeutung des Bildungsniveaus: Jugendliche, die ihre Schulbildung nicht abgeschlossen haben, haben ein deutlich höheres Risiko, NEET zu werden, und zwar 15-mal höher bei denjenigen, deren Bildungsniveau nicht über der Grundschule liegt, im Vergleich zu denen mit höherer Bildung. Dieses Risiko verringert sich jedoch erheblich für junge Menschen, die die Hochschul-/qualifizierende Sekundarstufe erreicht haben.

Die logistische Analyse verdeutlicht die Bedeutung des Familienstands für die Bestimmung des NEET-Status. Bei jungen verheirateten Menschen ist die Wahrscheinlichkeit, NEET zu sein, 5,4-mal höher als bei unverheirateten jungen Menschen, was an die Auswirkungen familiärer Verpflichtungen und sozialer Normen auf den NEET-Status, insbesondere bei Frauen, erinnert.

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