Neukaledonien: Gérald Darmanin kündigt eine Operation zur Mobilisierung von „mehr als 600 Gendarmen“ an

Neukaledonien: Gérald Darmanin kündigt eine Operation zur Mobilisierung von „mehr als 600 Gendarmen“ an
Neukaledonien: Gérald Darmanin kündigt eine Operation zur Mobilisierung von „mehr als 600 Gendarmen“ an
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Der Minister für Inneres und Überseegebiete, Gérald Darmanin, kündigte auf X (ehemals Twitter) den Start einer Großoperation in Neukaledonien an, wo seit Anfang der Woche Unruhen toben.

„In diesem Moment wird in Neukaledonien eine große Operation von mehr als 600 Gendarmen, darunter rund hundert von der GIGN, gestartet, die darauf abzielt, die Kontrolle über die 60 km lange Hauptstraße zwischen Nouméa und dem Flughafen vollständig zurückzugewinnen“, erklärte der Minister. Ich wünsche der Polizei „Mut und Entschlossenheit“, um „die republikanische Ordnung wiederherzustellen“.

Kommerzielle Flüge bleiben bis Dienstag ausgesetzt. Nach Angaben der lokalen Regierung sind „3.200 Menschen“ gestrandet und können den Archipel nicht verlassen oder dorthin zurückkehren.

Nach Angaben der Behörden hat die aufständische Gewalt, die durch eine umstrittene Wahlreform verursacht wurde, die die Separatisten verärgerte, seit Anfang der Woche sechs Tote, darunter zwei Gendarmen und vier Zivilisten (drei Kanaken und ein Caldoche), sowie Hunderte Verletzte gefordert.

Besonders angespannt blieb die Situation in mehreren benachteiligten Vierteln der Metropolregion Nouméa, in denen hauptsächlich Kanaken leben, sagte der Hochkommissar der Republik Louis Le Franc am Freitag. „Wir sind weit von einer Beschwichtigung entfernt“, sagte Sonia Lagarde, die (Renaissance-)Bürgermeisterin von Nouméa, am Samstag und malte das Bild einer „belagerten“ Stadt, in der viele städtische Gebäude niedergebrannt seien.

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Mit dem Einsatz von 2.700 internen Sicherheitskräften unter Berücksichtigung der jüngsten Verstärkungen zeigen die französischen Behörden ihre Entschlossenheit, die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Doch für die Anwohner erschweren die zunehmenden Schäden und Verkehrsbehinderungen die Versorgung der Unternehmen sowie den Betrieb öffentlicher Dienstleistungen, insbesondere des Gesundheitswesens.

Die am Dienstag verordnete Ausgangssperre zwischen 18.00 und 6.00 Uhr (9.00 bis 21.00 Uhr in Paris) bleibt in Kraft. In ganz Neukaledonien ist das von den Randalierern genutzte soziale Netzwerk TikTok bis auf Weiteres verboten.

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