Die Chronik der Charente Nature: Der zweischwänzige Pascha, ein Klimamigrant?

Die Chronik der Charente Nature: Der zweischwänzige Pascha, ein Klimamigrant?
Die Chronik der Charente Nature: Der zweischwänzige Pascha, ein Klimamigrant?
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Er ist der zweischwänzige Pascha. Es handelt sich um einen Tagfalter, den wir auch unter dem Namen Jason oder Strawberry Nymphale kennen. Dieser Schmetterling hat eine imposante Größe, die bei Weibchen eine Flügelspannweite von mehr als 10 cm erreichen kann. Dies ermöglicht ihm durch seinen schnellen und besonders kraftvollen Flug die Fortbewegung über weite Distanzen und in der Höhe. Es ist der größte Schmetterling Europas.

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Ein Schmetterlingsliebhaber… von Alkohol

Der Zweischwänzige Pascha schätzt die für den Mittelmeerraum typischen Wälder und dichten Dickichte. Es handelt sich um einen Territorialfalter, der die Anwesenheit von Artgenossen nicht duldet. Er sitzt hoch oben, um die Umgebung zu überwachen, und sobald ein Eindringling in sein Sichtfeld gerät, verfolgt er ihn. Pacha mag besonders reife Früchte im fortgeschrittenen Fermentationsstadium. Dieser Schmetterling sucht nicht nach Nektar, sondern konzentriert sich auf fermentierte Pfirsiche, Weintrauben und Feigen, seine Lieblingsmahlzeit. Eine weitere Besonderheit seiner Ernährung ist, dass er sowohl alkoholische Getränke als auch Aas und Tierkot zu schätzen weiß!

Der Pascha hat zwei Generationen pro Jahr, eine im Juni und die andere am Ende des Sommers, wobei letztere viel häufiger vorkommt. Dies liegt daran, dass die im September geborene Raupe viel eher stirbt, bevor sie ihr Endstadium erreicht. Tatsächlich muss es den Winter in dieser Form verbringen, bevor es sich im Mai verwandelt, und die Kälte ist für es oft tödlich.

Seine Reproduktion folgt einem klassischen Zyklus. Nach der Befruchtung sucht das Weibchen nach einem Erdbeerbaum, um dort ihre Eier abzulegen. Es erkennt diese Pflanze dank der Rezeptoren an seinen Vorderbeinen. Nach 10 bis 15 Tagen Inkubation erscheint die Raupe. Er misst durchschnittlich 5 mm und hat eine erstaunliche Besonderheit: Es ist, als würde man einen Helm mit vier Hörnern tragen. Nach sechs Wochen und der fünften und letzten Häutung ruht die Raupe und verwandelt sich in eine Puppe.

Wie der Name schon sagt, ist die Wirtspflanze der Raupe der Erdbeerbaum. Aufgrund des sich ändernden Klimas ist dies zweifellos der Grund für seine Ankunft in Neu-Aquitanien, da in unserer Region immer häufiger Erdbeerbäume gepflanzt werden.

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