Grünes Licht für Bohrarbeiten für Tiefengeothermie im Jura – rts.ch

Grünes Licht für Bohrarbeiten für Tiefengeothermie im Jura – rts.ch
Grünes Licht für Bohrarbeiten für Tiefengeothermie im Jura – rts.ch
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Der Kanton Jura hat den Beginn der Bohrarbeiten für das Tiefengeothermieprojekt in Haute-Sorne genehmigt. Alle Überprüfungen im Zusammenhang mit den Anforderungen der Genehmigungen und Vereinbarungen von 2015 und 2022 wurden durchgeführt.

Zu den ins Detail gehenden Kontrollen gehört auch die Umweltüberwachung. Es werde von einer Fachstelle unter der Aufsicht des Umweltamtes durchgeführt und stelle bei Bohrarbeiten die Einhaltung der Standards in diesem Bereich sicher, schrieb der Kanton am Dienstag.

Ziel dieser Überwachung ist beispielsweise die kontinuierliche Lärmmessung, die Bewältigung möglicher Auswirkungen auf die Luft-, Boden- und Grundwasserverschmutzung und umfasst die Bewirtschaftung und Beseitigung von Abfällen (Bohrschlamm). Der Abfallbewirtschaftungsplan umfasst die Überwachung der Qualität von Bohrschlämmen und Rückständen sowie die Überwachung ihrer Entsorgung. Die Abfallbehandlung erfolgt ausserkantonal durch ein spezialisiertes und zugelassenes Unternehmen.

„Die betroffenen kantonalen Dienste haben festgestellt, dass die Voraussetzungen (im Zusammenhang mit den Vereinbarungen und Genehmigungen von 2015 und 2022) erfüllt sind, um den Beginn der Arbeiten rund um die Uhr zu ermöglichen“, heißt es in der Pressemitteilung. Betreiber ist die Firma Geo-Energie Jura.

Darüber hinaus hat der Schweizerische Erdbebendienst (SED) auf Wunsch des Kantons sein Messsystem erweitert, um die Überwachung und Analyse seismischer Entwicklungen in der Region zu ermöglichen.

Gelegenheit

Die beginnende Sondierungsphase verschafft dem Kanton „ein noch nie dagewesenes Wissen über den Jura-Untergrund und stellt eine Chance für seine Energiewende und Unabhängigkeit dar“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Am Ende dieser ersten Phase wird eine Aktualisierung der seismischen Risikoanalyse Aufschluss darüber geben, ob die Bedingungen für die Fortsetzung des Projekts optimal sind oder nicht.

Sollte dies der Fall sein, obliegt es der jurassischen Regierung, den Beginn der nächsten Phase, der sogenannten Stauseestimulation, zu genehmigen. Dies sollte sich über den Zeitraum 2026-27 erstrecken, sagte Sylvain Rigaud, der Projektmanager für Tiefengeothermie.

Und wenn diese zweite Phase erfolgreich ist, wird gegen Ende des Jahrzehnts mit dem eigentlichen Bau des Geothermiekraftwerks im Hinblick auf die Nutzung begonnen.

Ein solches Kraftwerk, das in der Region auf Widerstand stößt, wäre ein Novum in der Schweiz. Aber im Elsass, unweit von Haute-Sorne, gibt es bereits welche.

ats/miro

#Swiss

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