Eishockey-WM: Diese beiden alten Bekannten wollen die Schweiz torpedieren

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Harold Kreis (Mitte) umgab sich mit den Diensten von Serge Aubin (rechts) und Alex Sulzer (links).

IMAGO/ActionPictures

Die Schweiz ist im WM-Viertelfinale gegen Deutschland der Favorit. Laut den Buchmachern, die eine Schweizer Qualifikation für das Halbfinale mit einer Wahrscheinlichkeit von 78 % einschätzen, sogar der absolute Favorit.

Doch die Realität auf dem Eis sieht manchmal ganz anders aus, und die weißen Hockeyspieler können dies sehr gut bezeugen. Sind sie in dieser Phase des Wettbewerbs gegen die „Mannschaft“ nicht viermal ins Stocken geraten (Olympia 2018 und WM 2010, 2021 und 2023)?

Wie schon im letzten Jahr findet Patrick Fischer einen alten Bekannten an seiner Seite: Harold Kreis. Der ehemalige Trainer von Davos, Chur, Lugano, Zürich (zwischen 2002 und 2008) und Zug (2014-2018) übernimmt seit 2023 die Leitung der deutschen Auswahl.

Silbermedaille im Jahr 2023

Es ist eine Untertreibung zu sagen, dass „Harry“ Kreis mit der deutschen Mannschaft erfolgreich ist: Der 65-jährige Techniker führte die Nationalmannschaft ins Finale der letzten Weltmeisterschaft in Finnland und hob die „Mannschaft“ auf den 5. Platz IIHF-Rangliste, zwei Ränge vor der Schweiz, die sie eliminierte.

Harold Kreis (rechts) trainierte Zug zwischen 2014 und 2018.

Andy Mueller/freshfocus

Genug, um sich das Lob der nationalen Presse zu sichern. Diesen Dienstag widmet „Bild“ dem ehemaligen Zuger Trainer einen langen Artikel, mit einem Titel als Anspielung auf die Schweiz, den Viertelfinalgegner am Donnerstag. „Hier liegt das Bankgeheimnis des Bundestrainers“, schreibt die meistverbreitete deutsche Tageszeitung.

Man hätte die Formel auch im Plural formulieren können, da Harold Kreis nicht der einzige Faktor für den Erfolg Deutschlands beim tschechischen Turnier ist. „Bild“ würdigt damit die Verdienste eines weiteren alten Bekannten unserer Meisterschaft: Serge Aubin.

Drei Titel in Berlin

Nach seiner erfolglosen Tätigkeit als Trainer bei Zürich, wo er im Januar 2019 nach einigen Monaten im Amt durch Arno Del Curto ersetzt wurde, feierte der ehemalige Stürmer von Genève-Servette, Biel und Fribourg-Gottéron in Berlin deutlich mehr Erfolge.

Serge Aubin hatte seine Zeit auf der Bank der ZSC Lions verpasst.

Serge Aubin hatte seine Zeit auf der Bank der ZSC Lions verpasst.

Patrick Straub/freshfocus

2019 in der Hauptstadt angekommen, führte der 49-jährige Kanadier die „Eisbären“ dreimal zum Titel: 2021, 2022 und 2024. Er wurde von „Harry“ Kreis verpflichtet, sich um die Angreifer zu kümmern Powerplay während der Weltmeisterschaft. Mit unbestreitbarem Erfolg, denn die Deutschen haben in der Gruppe B das beste Powerplay, sogar vor Schweden.

Was ist das Kreisbankgeheimnis? Laut „Bild“ handelt es sich um eine quasi-wissenschaftliche Vorbereitung. Der deutsche Trainer nutzt häufig Videos, um den verschiedenen Spielern Bewertungen zuzuordnen und so ein möglichst homogenes Team zusammenzustellen.

„Wir hätten 20 Powerplay-Spieler“

Eine Formel, die in der Umkleidekabine gut verstanden wird, so Kapitän Moritz Müller. „Wir können keine Nationalmannschaft auf Grundlage der Statistiken über Tore oder Assists erstellen“, bestätigt der Kölner Spieler. Ansonsten haben wir zwanzig Spieler für das Powerplay. Das Wichtigste ist, dass die Rollen angenommen werden.“

Als Beweis dafür, dass es funktioniert, hebt die große deutsche Tageszeitung die fantastischen Leistungen der 4. Reihe hervor, die aus zweitklassigen DEL-Spielern (Parker Tuomie, Maxi Kastner und Alex Ehl) besteht. Wird das gegen die Schweizer NHL-Armada reichen? Antwort am Donnerstagnachmittag in Ostrava.

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