Lausanne: Die zukünftige Metro M3 ändert ihr Gesicht und wird den Flon meiden

Lausanne: Die zukünftige Metro M3 ändert ihr Gesicht und wird den Flon meiden
Lausanne: Die zukünftige Metro M3 ändert ihr Gesicht und wird den Flon meiden
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Der überlastete U-Bahn-Abschnitt, der Lausanne-Gare mit Lausanne-Flon verbindet, wird durch die Ankunft der künftigen M3 nicht entlastet. Aufgrund der durch die CFF verursachten Verzögerung auf der Baustelle des Bahnhofs wird die neue Linie, die das Viertel Blécherette bedienen wird, direkt in Richtung Chauderon abfahren, gaben die Waadtländer Behörden an diesem Donnerstag bekannt. Dies stellt einen bedeutenden Richtungswechsel dar, da die Verdoppelung der Verbindung zwischen dem Bahnhof Lausanne und Flon einer der Gründe für das ursprünglich geplante Projekt war. Doch da die Unterführungen des künftigen CFF-Bahnhofs, die eng mit dem ursprünglichen M3-Projekt verbunden waren, auf unbestimmte Zeit verschoben werden, haben sich die Waadtländer Behörden für einen Alleingang mit einem völlig neuen Projekt entschieden.

„Wir haben beschlossen, diese beiden Leitungen zu trennen, um ein technisch sehr anspruchsvolles Projekt zu vereinfachen und die Risiken zu verringern, insbesondere die geologische und langfristige Unterbrechung der M2 während der Arbeiten“, erklärte Staatsrätin Nuria Gorrite gegenüber „24 Stunden“. Der Vorteil besteht darin, dass die Fahrzeit Gare-Blécherette etwas verkürzt wird. Ein Segen für die Tausenden Bewohner des neuen Ökoviertels Plaines-du-Loup, die derzeit mit städtischen Buslinien auskommen müssen und auf die U-Bahn warten. Letztendlich werde Chauderon zu einem Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs werden, der genauso stark ausgelastet sei wie Flon heute, präzisieren die Behörden. Darüber hinaus ist endlich eine Fußgängergalerie zwischen Bahnhof und Place de l’Europe geplant. Eine Petition hat kürzlich dazu aufgerufen, obwohl die Idee schon mehr als fünfzehn Jahre alt ist.

Die M2 behält ihre historische Route bei, ihre Kapazität sollte jedoch erhöht werden. „Der Kanton arbeitet zusammen mit der TL und der Stadt Lausanne bereits aktiv an einer Strategie zur Erneuerung seiner Automatisierungssysteme sowie zur Entwicklung des Rollmaterials“, erklärt er. Ursprünglich für 25 Millionen Reisende pro Jahr konzipiert, wird die M2 in diesem Jahr voraussichtlich fast 37 Millionen Passagiere befördern.

Auf der Budgetseite ermöglichen diese verschiedenen Massnahmen, den Kostenvoranschlag um 370 Millionen Franken zu reduzieren und so einen Gesamtrahmen von rund 2 Milliarden für den Bau der M3 und die Modernisierung der M2 zu erreichen. Über die notwendigen Umschläge muss allerdings noch im Grossen Rat abgestimmt werden.

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