Spektakuläre Demonstration gegen Geothermie in Haute-Sorne

Spektakuläre Demonstration gegen Geothermie in Haute-Sorne
Spektakuläre Demonstration gegen Geothermie in Haute-Sorne
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Erstmals in der Schweiz präsentiert das Schweizer Kameramuseum bis zum 18. August das Werk des Fotografen Edward Kaprov. Im Jahr 2022 reiste er in die Ukraine, um den Krieg gegen Glas zu fotografieren, eine besondere technische Entscheidung, die Langsamkeit erfordert.

Edward Kaprovs Ansatz sei „einzigartig und auffällig“, stellt das Museum fest. Er übernahm die historische Technik des nassen Kollodiums, bei der er sein Labor und seine zerbrechlichen Glasplatten mitnehmen muss. Er reiste durch den Donbass, um die Soldaten und Zivilisten zu fotografieren, die an der Front von einem für ihn „undenkbaren und sinnlosen“ Konflikt betroffen waren.

Ein Lieferwagen voller Ausrüstung, eine große Fotokamera und eine Zeitspanne von fünfzehn Minuten für Vorbereitung, Aufnahme und Entwicklung: Im Gegensatz zur Unmittelbarkeit der klassischen Kriegsfotografie erfordert der Prozess eine Langsamkeit, eine Perspektive und eine echte Begegnung mit der Bevölkerung.

„Ich glaube nicht, dass Fotografie den Krieg beenden kann, aber sie gibt mir einen Grund, meine Arbeit fortzusetzen. Mit meinem Leid und meinem Mitgefühl das zu tun, was ich am besten kann“, erklärt der Fotograf.

Historischer Link

Darüber hinaus ist die Verwendung nasser Kollodiumgewebe ein wichtiger historischer Zusammenhang. Im Jahr 1855 machte sich der Engländer Roger Fenton daran, den Krieg auf der Krim mit dieser damals innovativen Technik zu fotografieren.

Edward Kaprov steht damit in der Tradition eines der ersten Kriegsfotografen des 19. Jahrhunderts und erzählt im Wesentlichen von der Beständigkeit des Schreckens des Krieges trotz der Entwicklung der Geschichte. „Ich habe versucht, die Vergangenheit und die Gegenwart gegenüberzustellen. Ich versuche bewusst, den Betrachter dazu zu verleiten, genauer hinzuschauen“, sagt er.

Neben Kaprovs Werken präsentiert die Ausstellung Originaldrucke großer historischer Fotografen wie Roger Fenton. Aber auch Zeitgenossen wie Sally Mann, die den Krieg ebenfalls mit diesem Verfahren behandelten.

Gebrochene Ideale

Edward Kaprov wurde 1975 in der ehemaligen Sowjetunion geboren, bevor er Anfang der 1990er Jahre nach Israel auswanderte. Mehr als zwanzig Jahre lang übte er sich als unabhängiger Fotograf in der Dokumentarfotografie und arbeitete insbesondere mit „National Geographic“, „Geo“ und „El“ zusammen País”. Durch seine Arbeit stellt er Verbindungen zwischen den gebrochenen Idealen seines Gastlandes und denen seiner ursprünglichen Heimat her.

Von seinen Reportagen über die israelische Armee bis zu palästinensischen Demonstrationen, darunter auch in Waisenhäusern in Tschetschenien, beleuchtet der Fotograf die Unmenschlichkeit und Absurdität der Welt. Sein in der Ausstellung präsentierter Film „Ukraine: ein Fotograf im Krieg“ erhielt den Bayeux-Preis 2023 in der Kategorie Großformatfernsehen – Crisis Group International Prize.

Zusammenarbeit mit EVAM

Schliesslich arbeitet das Schweizer Kameramuseum im Rahmen dieser Ausstellung mit den Häusern der Waadtländer Migrantenaufnahmeeinrichtung (EVAM) zusammen. Ein Pilotprojekt soll zur sozialen Integration von Migranten sowie zu ihrer Legitimierung als Besucher kultureller Einrichtungen beitragen. Der Eintritt ist für sie frei.

Dieser Artikel wurde automatisch veröffentlicht. Quelle: ats

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