Friedensgipfel: Headliner lehnen Einladung ab

Friedensgipfel: Headliner lehnen Einladung ab
Friedensgipfel: Headliner lehnen Einladung ab
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Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula wird nicht kommen. Das Gleiche gilt für den Südafrikaner Cyril Ramaphosa. Was den chinesischen Staatschef Xi Jinping und den Amerikaner Joe Biden betrifft, ist dies unwahrscheinlich. Der Ukraine-Friedensgipfel, der am 15. und 16. Juni im Hotel Bürgenstock im Kanton Nidwalden stattfinden wird, wird möglicherweise nicht so viele große Namen zusammenbringen wie erhofft. Das erfahren wir aus dem „Tages-Anzeiger“, der sich auf ein kürzliches diplomatisches Treffen zwischen Brasilien und China bezieht, bei dem beide Länder erklärten, dass eine Weltkonferenz, die nicht alle Konfliktparteien zusammenbringt, nicht wirklich von Interesse sei.

Der Bezug zum Bürgenstock-Gipfel bleibt nicht verborgen. Tatsächlich hatte Russland sofort erklärt, dass es nicht teilnehmen würde, noch bevor es … sowieso nicht eingeladen wurde. Brasilien und Südafrika haben bereits erklärt, dass sie nicht kommen werden. Offiziell hat China noch nicht auf die Einladung der Schweiz reagiert, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird eine Teilnahme nicht mit hochrangigen Politikern erfolgen. Indien seinerseits hat seine Teilnahme angekündigt, es ist jedoch nicht bekannt, ob sein Präsident Narendra Modi persönlich kommen wird.

Auf westlicher Seite haben viele Länder bereits ihre Teilnahme angekündigt. In dem Luxushotel mit Blick auf den Vierwaldstättersee werden unter anderem Georgia Meloni aus Italien, Pedro Sanchez aus Spanien und Justin Trudeau aus Kanada zu sehen sein. Aber der Headliner, der Joe Biden sein würde, fängt an, verbrannt zu riechen. Laut der Zürcher Zeitung wird Joe Biden unmittelbar nach dem G7-Gipfel, der einen Tag vor Beginn des Gipfels in der Schweiz in Italien stattfinden wird, in die USA zurückfliegen. Anstelle des Treffens am Bürgenstock scheint er eine Wahlkampfveranstaltung in Los Angeles vorzuziehen, in der insbesondere George Clooney und Julia Roberts anwesend sein werden.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten weist darauf hin, dass die Ankündigungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Mehr als 160 Delegationen waren eingeladen. Viola Amherd, Präsidentin der Konföderation, und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, arbeiten Berichten zufolge daran, möglichst viele Staatsoberhäupter davon zu überzeugen, in die Schweiz zu kommen. Die endgültige Teilnehmerliste wird erst wenige Tage vor dem Gipfel bekannt gegeben.

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