Ein atemberaubendes Szenario, tadellose Verteidigungssolide, aber immer noch kein Gold – rts.ch

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Im Finale der Weltmeisterschaft 2024 hielt die Schweiz der Tschechischen Republik lange Zeit stand, verlor am Ende aber mit 0:2 und sicherte sich damit die vierte Silbermedaille. Allerdings kann sie sich bei diesem Treffen nicht viel vorwerfen.

Spürbare Spannung Das Spiel blieb bis fast zum Schluss unentschieden. Trotz der tschechischen Dominanz im Spiel wehrte sich die Schweiz tapfer dagegen, den Eröffnungsstand zu verzögern. Jede Minute, die ohne Tor verging, steigerte die Dramaturgie der Begegnung um eine weitere Stufe, sodass jeder Schuss oder jeder freie Puck potenziell entscheidend für die Vergabe des Titels war.

Dennoch versuchten beide Teams immer, ihre Emotionen in einem Kampf zu kontrollieren, der sowohl körperlich als auch geistig geprägt war und in dem die Balance zwischen dem Drängen des Gegners in einen Fehler und dem Begehen eines Fehlers selbst nur sehr gering war. Die Schweiz hat dieses Register gut gemeistert, indem sie die Debatten auf eine physische Ebene verlegte, ohne jemals über die Grenzen hinauszugehen, was die Spannung in Prag noch verstärkte.

Tschechien gewann seinen siebten Weltmeistertitel. [KEYSTONE – PETR DAVID JOSEK]

DEFENSIVE SOLIDARITÄT Dass es so lange torlos blieb, ist auch der vorbildlichen Defensivsolidarität der Schweizer Mannschaft zu verdanken. Die Tschechische Republik hatte somit mehrere hervorragende Möglichkeiten, konnte diese jedoch jedes Mal mit einem Schweizer Schlittschuh oder Stock kontern. Und als der Puck dennoch zu Leonardo Genoni gelangte, rettete der Zuger Torhüter sein Team (was vor allem im 10. und 16. Minute rettet!).

Die Schweizer kämpften von Anfang bis Ende zusammen und blockierten auf die eine oder andere Weise alle gegnerischen Versuche. Das war sicherlich nicht genug, aber es wäre für sie schwierig gewesen, in puncto Kampfgeist und defensiver Strenge mehr zu erreichen.

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ÜBERALL BERTSCHY Das gesamte Team war in diesem Finale hervorragend, besonders hervorzuheben ist jedoch Christoph Bertschy, wie schon seit Beginn des Turniers. Der Freiburger berührte zunächst Lukas Dostal (17.), bevor er wenige Sekunden nach seinem Strafstoß einen gefährlich freien Puck vor dem Käfig von Leonardo Genoni (26.) klärte.

Er war nicht der Einzige, der Erwähnung verdient. Sehr gut waren auch Calvin Thürkauf und Andrea Glauser, die für die Schweiz zur Spielerin des Spiels gewählt wurde und von Ondrej Palat so heftig attackiert wurde, dass das Plexiglas zerbrach (48.), was zu einer Spielunterbrechung von rund zehn Minuten führte prominent.

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DIE PASTRNAK-Rakete Der entscheidende Erfolg fiel schließlich in den 50er Jahren und er war tschechisch. Es brauchte eine Rakete von David Pastrnak, die nach einem Gefecht von der blauen Linie abgeschossen wurde, um Leonardo Genoni zu durchbohren. Der Bostoner Stürmer, der erst am 20. Mai in den Kader aufgenommen wurde, zeigte, wie wichtig es Trainer Radik Rulim war, ihn in seinem Kader zu behalten.

Die Schweiz musste einige Sekunden lang den Rückschlag hinnehmen, bevor sie alles daransetzte, den Lauf der Dinge umzukehren. Vergebens erwartete David Kampf mit einer Reihe günstiger Rebounds die verzweifelte Rückkehr von Roman Josi, der den Puck 20 Sekunden vor der Sirene ins leere Tor schickte und damit das Schicksal dieses Finales endgültig entschied.

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ZU VIEL GELD Damit scheiterte die Schweiz wie schon 2013 und 2018 auf dem zweiten Platz einer Weltmeisterschaft. Und wie in Kopenhagen fehlte den Helvetiern nicht viel, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die Mannschaft von Patrick Fischer spielte das Spiel, das sie brauchte, spielte defensiv solide und war gefährlich, wann immer sie konnte. Unglücklicherweise schaffte auch die Tschechische Republik das perfekte Spiel, indem sie die besten Schweizer Elemente mundtot machte und der Truppe von Patrick Fischer bei fünf gegen fünf ihr einziges „richtiges“ Tor seit dem 12. Mai erzielte, ein Erfolg, der sich als entscheidend für den Titel erwies.

Bedauerlich, denn sie hätte etwas Besseres verdient, aber sie traf zu Hause auf eine Gegnerin, die in diesem Jahr den Titel gewinnen wollte und die scheinbar nichts aufhalten konnte. Etwas, das vielleicht auch die Schweiz inspirieren wird, die 2026 Gastgeber der Weltmeisterschaft sein wird und die die Emotionen von Prag nutzen kann, um zu versuchen, den Trend zu brechen und endlich einen ersten Titel zu gewinnen. Bis dahin, wenn die Enttäuschung über die Niederlage nachlässt, wird es auch Zeit sein, die erzielten Fortschritte zu messen und ihren wahren Wert zu würdigen: eine Silbermedaille, die für das Schweizer Eishockey dennoch historisch bleibt.

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Aus Prag, Bastien Trottet – @BastienTrottet

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