Sechsspurige Autobahnen überzeugen eine Mehrheit der Schweizer

Sechsspurige Autobahnen überzeugen eine Mehrheit der Schweizer
Sechsspurige Autobahnen überzeugen eine Mehrheit der Schweizer
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Fast drei Viertel der Schweizer glauben, dass die Autobahnen überlastet sind. Und um diesem Problem entgegenzuwirken, sieht eine Mehrheit der Bevölkerung (60 %) den Ausbau stark befahrener Autobahnabschnitte auf sechs Fahrspuren als „hoch“ oder „sehr hoch“ an. Dies sind einige Ergebnisse einer Umfrage zur Überlastung der Verkehrsträger, die das Meinungsforschungsinstitut Sotomo im Auftrag des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Transportfachleute (VSS) durchgeführt hat.

Zahlen, die dennoch in den Kontext gestellt werden müssen, denn obwohl genau 74 % der Befragten die Autobahnen und Halbautobahnen des Landes als überlastet einschätzen, halten nur 58 % Handlungsbedarf zur Verbesserung der Situation. Bei der Diskussion von Lösungen zur Verkehrsentlastung äußerten die rund 2.162 befragten französisch- und deutschsprachigen Personen daher ihre Meinung zur potenziellen Wirksamkeit dieser Maßnahmen und nicht zu ihrem Wunsch, diese einzuführen.

Zur Bewältigung der Verkehrsüberlastung auf der Autobahn haben zwei Hauptlösungen die Mehrheit überzeugt. Das Potenzial für den Ausbau besonders belasteter Abschnitte auf sechs Fahrspuren wurde von 32 % der Befragten als „sehr hoch“ und von 28 % als „hoch“ eingeschätzt. Ein Beweis dafür, dass sich die potenzielle Wirksamkeit nicht auf den Wunsch nach einer konkreten Umsetzung bezieht: „Nur“ 52 % der Befragten gaben an, dass sie diese Maßnahme befürworteten, während 35 % sie ablehnten und 13 % unentschlossen waren. Daher ist es schwierig, bereits mit einem Ergebnis für die Abstimmung über den Autobahnausbau im kommenden November zu rechnen.

Deutlich allgemein anerkannter ist, dass das Potenzial für den Gütertransport auf der Schiene statt auf der Straße von 82 % als mindestens „hoch“ beschrieben wird. Und auch die konkrete Umsetzung der Maßnahme schien dieses Mal zu überzeugen, denn 75 % erhielten eine klare Zustimmung (79 % dafür, 4 % dagegen und 17 % ohne Antwort). Andere Optionen wie die Einführung von Straßenbenutzungsgebühren, eine Erhöhung der Kraftstoffsteuer oder eine Begrenzung auf 80 km/h auf der Autobahn stießen auf wenig Begeisterung.

Auch Ideen für öffentliche Arbeiten und sanfte Mobilität

Neben dem motorisierten Individualverkehr befragte die Sotomo-Studie die Bevölkerung auch zu Möglichkeiten, den ÖPNV zu entlasten und eine sanfte Mobilität zu ermöglichen. Beliebte Maßnahmen im öffentlichen Nahverkehr sind der Ausbau des Nah- und Fernverkehrs sowie die Einrichtung von vom übrigen Verkehr getrennten Fahrspuren. Die Idee einer Erhöhung der Ticketpreise stieß wiederum auf breite Ablehnung. Was die sanfte Mobilität betrifft, so fanden zwei Ideen mehrheitlich Zustimmung: der Ausbau von Radwegen und autofreie Zonen in Innenstädten.

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