Drei imposante Mosaike, die bei Arbeiten in Avenches entdeckt wurden – rts.ch

Drei imposante Mosaike, die bei Arbeiten in Avenches entdeckt wurden – rts.ch
Drei imposante Mosaike, die bei Arbeiten in Avenches entdeckt wurden – rts.ch
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Archäologen haben bei Reparaturarbeiten in Avenches (VD) drei Mosaike freigelegt. Eines davon mit einer Fläche von 13 m2 wird komplett übernommen, eine „komplexe und heikle“ Operation.

Fachleute kannten den Standort dieser Überreste, sie befanden sich auf dem Gelände des Hinter-dem-Turm-Palastes. Dieses riesige und luxuriöse Gebäude diente im 2. und 3. Jahrhundert einer der einflussreichsten Familien in Avenches, den Otacilii, als Residenz.

Die Mosaike seien bei Arbeiten am Trinkwasserverteilungsnetz freigelegt worden, die das Bohren eines etwa 250 Meter langen Grabens erforderten, teilten die kantonalen Archäologiedienste am Freitag mit. Die Überreste befinden sich in einem Bereich, der als Verwaltungsflügel des Palastkomplexes gilt.

Ins Museum gebracht

Das erste Mosaik mit einer Länge von über sechs Metern ist teilweise freigelegt und kann vor Ort erhalten werden. Es weist eine Dekoration aus rechteckigen Rahmen auf, die in Schwarz auf weißem Hintergrund gezeichnet sind und die Illusion eines Pflasters erwecken, heißt es in der Pressemitteilung.

Die zweite besteht aus einem Raster aus 36 quadratischen Kästchen, die in Schwarz auf weißem Hintergrund dargestellt sind. Es muss komplett entfernt werden, um Platz für die neuen Rohre zu schaffen. Anschließend wird es in die Sammlungen des Römischen Museums von Avenches aufgenommen.

Das erste, 6 Meter lange Mosaik kann vor Ort erhalten werden. [Etat de Vaud]

Zerstörung im Jahr 1971

Ähnlich wie die vorherigen, jedoch ohne Dekoration, wird das dritte Mosaik mit einer Fläche von ca. 2 m2 teilweise abgeholt. Die Arbeiten zeigten, dass die Bebauung der Rue du Pavé im Jahr 1971 die Überreste der angrenzenden Gebäude, insbesondere eine Reihe beheizter Thermalräume, weitgehend zerstörte.

Auf dem gesamten Gelände seien die ältesten, tiefer gelegenen Siedlungsschichten gut erhalten und würden von diesen Eingriffen nicht betroffen sein, präzisiert der Kanton.

ats/asch

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