Verbesserte Überschwemmungsstrategie in Travers

Verbesserte Überschwemmungsstrategie in Travers
Verbesserte Überschwemmungsstrategie in Travers
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Keine überfluteten Keller mehr in Travers. Dies ist auf jeden Fall das Ziel der jüngsten Maßnahmen der Gemeinde Val-de-Travers, auch wenn kein Nullrisiko besteht, erinnern die Behörden. Die Behörde kaufte zwei Motorpumpen, installierte zwei Gruben (14.000 l am rechten Ufer und 8.000 l am linken Ufer der Areuse) und verabschiedete einen Interventionsplan. Außerdem installierte sie Sonden und einen Wasserstandsmesser am Eingang der Dorfbrücke, einem denkmalgeschützten Steinbauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das als Kulturgut von nationaler Bedeutung aufgeführt ist. Diese Maßnahmen ergänzen die bereits in den letzten Jahrzehnten ergriffenen Maßnahmen.

Die Kosten der Operation belaufen sich inklusive Studien auf 1,7 Millionen Franken. Ein Betrag aus dem 2019 beschlossenen Rahmenkredit von 20 Millionen zur Verbesserung des Gesamtbetriebs der Wasserableitungsnetze. Hochwasserschutzmassnahmen werden von Kanton und Bund bis zu 70 % subventioniert. Die Regenwassernetze werden mit bis zu 40 % vom kantonalen Wasserfonds unterstützt.

Die beiden Zisternen, die stromabwärts und stromaufwärts der Brücke auf beiden Seiten der Areuse angelegt wurden, ermöglichen es, das abfließende Wasser aufzufangen und es mithilfe der beiden neuen Motorpumpen in den Fluss abzuleiten. Maschinen speziell für diese Aufgabe, die 7.500 l Wasser pro Minute liefern.

Die Gemeinde hat zudem die Dienste von Patrice Huguenin, pensioniert aus dem zivilen und militärischen Sicherheitsdienst des Kantons, in Anspruch genommen, um einen Interventionsplan für den Fall einer Überschwemmung zu entwickeln. Es basiert auf Vorfreude. „Wenn wir erst einmal 10 cm Wasser auf der Straße und 20 cm in den Häusern haben, ist es zu spät“, erklärt er.

Das Gesamtsystem wird es ermöglichen, steigende Wasserstände besser zu antizipieren und weniger freiwillige Feuerwehrleute als bisher zu mobilisieren.

Wenn das Dorf Travers besonders empfindlich auf steigende Wasserstände reagiert, ist dies insbesondere auf den Abfluss und die Topographie des Ortes zurückzuführen. An dieser Stelle ist die Neigung des Flusses sehr gering, was einen schnellen Wasserfluss verhindert.

Diese neuen Maßnahmen ergänzen andere, die bereits im Rahmen des allgemeinen Wasserevakuierungsplans ergriffen wurden. Die Regenwassereinleitungsstellen in den Fluss sind mit Ventilen ausgestattet, die bei steigendem Wasserstand schließen. Der Abwasseranschluss mehrerer Gebäude wurde geändert.

Um das neue System auf die Probe zu stellen, müssen wir auf die erste Wasserbesichtigung, voraussichtlich Ende des Jahres, warten. Die Behörden sind zuversichtlich, weisen aber darauf hin, dass kein Nullrisiko bestehe. /cwi

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