Als sich Alice Weidel, die Figur der deutschen extremen Rechten, inkognito unter die Bieler Linken mischte

Als sich Alice Weidel, die Figur der deutschen extremen Rechten, inkognito unter die Bieler Linken mischte
Als sich Alice Weidel, die Figur der deutschen extremen Rechten, inkognito unter die Bieler Linken mischte
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Am 25. April 2017 öffnete der 68-jährige Bieler Niklaus Liggenstorfer sein Exemplar Tages Anzeiger und fällt von seinem Stuhl. Dieser ehemalige soziale und humanitäre Mitarbeiter, der zum Organisator von Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela wurde, hat gerade seinen Nachbarn in der Zeitung wiedererkannt. Sie sitzt auf der Rückseite der Zürcher Tageszeitung neben Alexander Gauland, Schwergewicht der Alternative für Deutschland (AfD) und Listenführer seiner Partei bei der Bundestagswahl. Dieser aufstrebende Star der deutschen Rechtsextremen, dessen Foto keinen Zweifel lässt, heißt Alice Weidel.

Es gibt ein Weidel-Rätsel. Sie ist eine brillante und weltoffene Wirtschaftswissenschaftlerin, die Mandarin spricht und für ihre Abschlussarbeit sechs Jahre in China gelebt hat. Sie lebt mit einer Frau zusammen. Dieses soziologische Profil sollte sie in eine liberale Sphäre einordnen, doch die junge blonde Frau verteidigt die Idee einer „Festung Europa“, scheint sich mit der vagen Theorie des „großen Ersatzes“ auskennen zu können und bereitet sich darauf vor, die Leitung der „Festung Europa“ zu übernehmen AfD, deren rechter Flügel nicht mit mehr oder weniger verschleierten Bezügen zum Dritten Reich geizt.

Niklaus kann es auch nicht glauben. „Als ich einige Monate zuvor erfuhr, dass ein lesbisches Paar mit zwei Kindern die Wohnung im 2. Stock gekauft hatte, war ich begeistert, Er erinnert sich, in dem Café im Bahnhofsviertel von Biel, wo er sich verabredet hatte Heidi.news. Ich sagte mir, dass es unbedingt aufgeschlossene Menschen sein würden.“ Er selbst sagte “Linke” Und es sticht in Biel überhaupt nicht hervor: Die zweisprachigste Stadt der Schweiz, bekannt für ihre Alternative und Multikulturalität, ist eine rote Bastion.

Das Arteplage-Festival in Biel im Jahr 2002. | Keystone / Gaetan Bally

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