Die Gefahren, die unsere Quebec Inc. erwarten.

Die Gefahren, die unsere Quebec Inc. erwarten.
Die Gefahren, die unsere Quebec Inc. erwarten.
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Die von François Legault versprochene „Eigentümerwirtschaft“ scheint nicht eingetreten zu sein. In den letzten Wochen wurde unsere „Branchenwirtschaft“ von amerikanischen Aktionären, denen unsere KMU gehören, in Mitleidenschaft gezogen.

Wir haben kürzlich erfahren, dass die neuen Eigentümer der Pâtisserie Gaudet, das amerikanische Unternehmen Table Talk Pies, die Fabrik schließen und Arbeiter in der Fabrik in Acton Vale ohne Vorankündigung entlassen würden.

Wenige Tage später ereilte Varitron, ein Unternehmen aus Granby, das gleiche Schicksal. Die Mitarbeiter des Elektronikherstellers werden kurzerhand „noch vor Monatsende“ entlassen.

In beiden Fällen wurden diese Unternehmen in den letzten Jahren von amerikanischen Interessen übernommen, während Investissement Québec und andere Aktionäre aus Quebec Teil des Abenteuers waren.

Kurzfristig profitieren, langfristig zerstören

Die insolvente Pâtisserie Gaudet wurde 2022 durch das Angebot von Table Talk Pies „gerettet“, obwohl sich lokale Käufer gemeldet hatten. Im Nachhinein verstehen wir, dass die damaligen Eigentümer (und der RCGT-Treuhänder) eine kurzfristige Lösung bevorzugten, die vielleicht etwas profitabler war, als eine Option, die die Fabrik, das Symbol und die Arbeitsplätze für Jahrzehnte hätte retten können kommen.

Für Varitron wurde das Schicksal anders entschieden. Eine von Hydro-Québec durchgeführte Ausschreibung im Jahr 2012 begünstigte das Schweizer Unternehmen Landis+Gyr, was dem ausländischen Unternehmen zumindest die bescheidene Summe von 350 Millionen US-Dollar eingebracht hätte. Wir wetten, dass das Schicksal von Varitron ganz anders verlaufen wäre, wenn sich das staatliche Monopol für ein lokales Unternehmen entschieden hätte und wenn Thierry Vandal (der CEO von HQ im Jahr 2012) das KMU verteidigt hätte, anstatt ihn öffentlich anzugreifen in den Medien.

In beiden Fällen bevorzugten wir eindeutig die Leichtigkeit einer kurzfristigen Entscheidung zum Nachteil der Beschäftigung, des Wirtschaftsgefüges und der lokalen Eigenverantwortung der Unternehmen.

Im Jahr 2011 hatten François Legault und Charles Sirois dennoch versprochen, dass die Koalition Avenir Québec sich dafür einsetzen würde, Quebec zu einer „Eigentümerwirtschaft“ und nicht zu einer „Branchenwirtschaft“ zu machen. Eine Botschaft, die der Premierminister – sobald er gewählt war – mehrmals wiederholte, unter anderem am 1Ist September 2020, sechs Monate vor dem Verkauf von Varitron.

Dummheit und kapitalistische Blindheit

Diese Lektion lernt man in Quebec nicht nur auf die harte Tour.

Diese Woche erfuhren wir, dass Boeing zugestimmt hatte, Spirit AeroSystems zu kaufen, den Rumpflieferanten, der mitverantwortlich für die Produktionsrückschläge des Flugzeugherstellers in Seattle ist.

Im Jahr 2005 wurden die Rumpfaktivitäten von Boeing für die bescheidene Summe von 375 Millionen US-Dollar an Onex, einen kanadischen Investmentfonds, verkauft. Der Geist ist so zu einer Art Zweig geworden, zu einer entfernten Fabrik, zu einer Zahlenkolonne, die es zu optimieren gilt.

Von 2005 bis 2014 erzielte Onex einen Gewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar, bevor es seine Anteile an Spirit für 950 Millionen US-Dollar verkaufte. Eine jährliche Rendite Ihrer Investition von rund 200 %.

Spirit war 20 Jahre lang die Marionette von Investoren und Börseninvestmentfonds. Die Qualitätskontrolle wurde so gut wie außer Acht gelassen, erfahrene Ingenieure wurden durch Subunternehmer ersetzt, der Stolz auf den Bau hochwertiger Flugzeuge war dem Börsenwert untergeordnet.

Letzte Woche stimmte Boeing – dessen Aktienwert seit Jahresbeginn um 27 % verloren hat – dem Kauf und der Reintegration von Spirit AeroSystems zu. Die Kosten: 8,3 Milliarden US-Dollar.

Es scheint, dass die Branchenwirtschaft auch unter den Amerikanern ein Problem darstellt, selbst für die Größten.

Törtchen, Smart Meter, Rümpfe; gleicher Kampf?

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