Die EPFL sucht 500 Freiwillige, um den Genfersee zu erkunden

Die EPFL sucht 500 Freiwillige, um den Genfersee zu erkunden
Die EPFL sucht 500 Freiwillige, um den Genfersee zu erkunden
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Dabei handelt es sich um eine sehr groß angelegte Aktion der EPFL und verschiedener Verbände, die sich um die Gesundheit des Genfersees kümmern. Gemeinsam mit der Eawag (Eidgenössische Hochschule für Wasserwissenschaften und Wassertechnik), der Unil und dem Verein zum Schutz des Genfersees startet das Lémanscope-Projekt nun einen Aufruf an die Öffentlichkeit, Daten zu sammeln und bei der Beurteilung des Zustands des Sees mitzuhelfen.

500 Freiwillige sind daher aufgerufen, „Co-Forscher“ bei dieser Operation zu werden, die bis Oktober 2025 dauern muss. Personen, die „sogar ein leichtes Boot“ besitzen, sind eingeladen, dank einer einfachen Webanwendung und einer Secchi-Disk Daten zu sammeln. „Dank der Unterstützung der Lémanscope-Teilnehmer werden wir zahlreiche Vergleichsmessungen durchführen und die Präzision der Satellitendaten bewerten können“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung der EPFL.

Doch wie geht es dem Genfersee? Laut Wissenschaftlern ist der Gesundheitszustand des Genfer Sees aufgrund des Klimawandels, der Umweltverschmutzung oder invasiver Arten wie der Quagga-Muschel in einem „fragilen Zustand“. Der Genfersee ist Gegenstand einer Satellitenüberwachung, doch zur Verfeinerung der Diagnose sind Beobachtungen im menschlichen Maßstab erforderlich.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde ein visuelles Überwachungsinstrument namens Forel-Ule-Skala eingeführt. „Um die Farbe des Genfersees zu bewerten, heißt es in der Pressemitteilung, bietet diese Skala eine Palette von 21 Tönen, die von tiefem Blau über Braun bis hin zu Grün reichen. Die EyeOnWater-App hilft uns, natürliche Süß- und Salzwässer anhand ihrer Farbe nach dieser Skala zu klassifizieren. Zur Messung der Transparenz hat sich eine weiße Scheibe, eine sogenannte Secchi-Scheibe, bewährt, die so lange ins Wasser gesenkt wird, bis sie nicht mehr sichtbar ist.

Das Lémanscope-Projekt zielt auch darauf ab, den Dialog zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit zu fördern, indem es direkte Treffen und eine breitere Einbindung von Freiwilligen ermöglicht. Jeder, der sich für diese Forschung interessiert, kann sich auf der Website https://lemanscope.org/ informieren und registrieren. Derzeit haben sich bereits 268 Personen angemeldet.

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