Slowakischer Ministerpräsident bei Attentat schwer verletzt

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Der slowakische Premierminister Robert Fico wurde am Mittwochmorgen bei einem Attentat schwer durch Kugeln verletzt, nachdem er eine Sitzung seines Kabinetts in Handlova im Zentrum des Landes verlassen hatte.

Der slowakische Regierungschef wurde verletzt, als ein Mann am Straßenrand das Feuer auf ihn eröffnete, als er Menschen begrüßte, die ein Treffen mit Mitgliedern seiner Regierung verließen.

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Ersten Informationen zufolge wurde er von mindestens drei Projektilen in Bein, Bauch und Brust getroffen. Der Politiker wurde in seinem Dienstwagen von Agenten seiner engsten Bewachung schnell evakuiert.

Wenige Meter entfernt, auf dem Gehweg, überwältigten Polizisten den mutmaßlichen Schützen und legten ihm Handschellen an. Lokalen Medien zufolge handelt es sich um einen 71-jährigen Mann aus Levice.

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Der mutmaßliche Schütze wurde von den vor Ort befindlichen Polizisten schnell bewegungsunfähig gemacht und mit Handschellen gefesselt.

Foto: Reuters / Radovan Stoklasa

Der Premierminister wurde in ein Krankenhaus in Handlova gebracht, wo er in einer Abteilung für Herzchirurgie behandelt wurde, bevor er per Hubschrauber in eine Einrichtung in Banská Bystrica gebracht wurde. Nach Angaben der slowakischen Regierung befindet sich Herr Fico im Alter von 59 Jahren in einem kritischen Zustand.

Kurz darauf verurteilte die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova einen Angriff brutal und unverantwortlich mit Schusswaffen gegen den Premierminister.

Ich bin schockiert. Ich wünsche Robert Fico in diesem kritischen Moment viel Kraft, um sich von diesem brutalen und verantwortungslosen Angriff zu erholensagte der scheidende Präsident in einer Pressemitteilung.

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Der slowakische Premierminister Robert Fico.

Foto: AP / Radovan Stoklasa

Robert Fico gilt als populistischer Politiker und ist seit 1999 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei SMER. Wegen seines Widerstands gegen die Militärhilfe für die Ukraine wurde ihm immer wieder vorgeworfen, er sei pro-russisch Er bekräftigte, den Verbleib seines Landes in der Europäischen Union und der NATO zu unterstützen.

Die Reaktionen auf die Ankündigung dieses Angriffs waren weltweit schnell, wobei die Geste von den benachbarten und verbündeten Ländern der Slowakei sowie von der Europäischen Union und der EU einstimmig verurteilt wurdeNATO.

Mit Informationen von Agence France-Presse und NBC

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